In Bad Laasphe: Viel mehr als nur Deutsch-Unterricht geplant

Die Lehrerin und Künstlerin Renate Hahn (Kopfende des Tisches) gründet die Flüchtlingshilfe für Bad Laasphe. Mit einer ganzen Reihe von Unterstützern trifft sie sich im Haus des Gastes.
Die Lehrerin und Künstlerin Renate Hahn (Kopfende des Tisches) gründet die Flüchtlingshilfe für Bad Laasphe. Mit einer ganzen Reihe von Unterstützern trifft sie sich im Haus des Gastes.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Lehrerin und Künstlerin Renate Hahn sowie eine ganze Reihe Ehrenamtlicher startet die Flüchtlingshilfe für Bad Laasphe. Und das mit vielen guten Ideen.

Bad Laasphe.. Sicher: Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge in Bad Laasphe – das gibt’s vor Ort schon länger, allerdings eher in Privat-Initiative einiger Laaspher wie der Lehrerin und Künstlerin Renate Hahn. Sie trägt ihre Initiative jetzt in die Öffentlichkeit – unterstützt von einer Reihe weiterer Bürger. Gleich vorweg: Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Klar ist: Den Flüchtlingen wird künftig mehr als nur Unterricht angeboten.

Zum Start soll den Bad Laaspher Bürgern jedoch jene Willkommenskultur nahegebracht werden, die Renate Hahn und die anderen Ehrenamtlichen künftig pflegen. Dazu wollen die beiden Bad Berleburger Flüchtlingsberater des evangelischen Kirchenkreises, Barbara Lenz-Irlenkäuser und Pfarrer Peter Liedtke, einen Vortrag rund ums Stichwort „Asyl“ erarbeiten. Außerdem ist im Haus des Gastes eine Ausstellung mit Plakaten rund um das Thema „Asylrecht“ geplant.

Pfarrer Post bestellt Schulbücher

„Ich begrüße Sie hier zu dieser Flüchtlingsinitiative“, eröffnet Hahn am Freitagvormittag die Runde im Haus des Gastes, zu der sich ein gutes Dutzend Interessierter getroffen hat. Darüber hinaus aber hätten sich noch viele weitere Personen gemeldet, die sich engagieren wollten, berichtet sie.

Und wer sind die anderen Leute am Tisch? Helmut Kassel aus Richstein zum Beispiel. Der Lehrer, der sich mit dem Vermitteln von Deutsch als Fremdsprache auskennt, wird demnächst neben Renate Hahn den Unterricht übernehmen – in den Räumen der Diakonie an der Bahnhofstraße, die Diakonie-Mitarbeiterin Margit Haars dafür zur Verfügung stellt. Im August soll es hier losgehen. Unterdessen ordert Pfarrer Steffen Post von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe die passenden Schulbücher und Schreibblöcke.

Willkommen sein sollen vor allem junge Flüchtlinge im CVJM-Jugendheim „In der Grube“, wo jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat ohnehin ein Café öffnet. Bereits für gestern hatte Renate Hahn einen Musik-Workshop mit dem bekannten Musiker Johannes Tunyogi „angezettelt“ – und dazu Flüchtlinge in den „Pluspunkt“ von St. Georg an der Königstraße eingeladen, dem dritten angedachten Treffpunkt. Und wenn das ankommt, soll es mit Musik mitten in der Altstadt weitergehen, so Hahns Traum.