Im Blindflug ins Kreispokal-Finale?

Dennis Althaus (rechts) und seine Kollegen wollen ins Kreispokalfinale. Das Foto zeigt eine Szene aus der Landesliga-Aufstiegsrunde im Jahr 2007, in der Birkelbach gegen die Käner, die damals noch als  TuS spielten, mit 0:1 unterlag.
Dennis Althaus (rechts) und seine Kollegen wollen ins Kreispokalfinale. Das Foto zeigt eine Szene aus der Landesliga-Aufstiegsrunde im Jahr 2007, in der Birkelbach gegen die Käner, die damals noch als TuS spielten, mit 0:1 unterlag.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Ausgangslage im Kreispokal-Halbfinale ist für die Fußballer der Sportfreunde Birkelbach eigentlich komfortabel – wie in der Liga.

Birkelbach..  Die Ausgangslage im Kreispokal-Halbfinale ist für die Fußballer der Sportfreunde Birkelbach eigentlich komfortabel – wie in der Liga. Wenn die Blau-Gelben heute Abend (19.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaan-Marieborn antreten, haben sie zwar viel zu gewinnen, als krasser Außenseiter aber nicht viel zu verlieren. „Wir haben null Druck“, sagt Birkelbachs Sportlicher Leiter Christof Hoffmann, der davon ausgeht, dass das Spiel angepfiffen wird. Sicher ist dies allerdings nicht, denn gestern Abend bedeckte eine dünne Schneedecke den Kunstrasenplatz. Für heute sind leichte Plusgrade gemeldet. Hoffmann: „Mein Gefühl sagt mir, dass der Platz frei wird.“

Die Birkelbacher Fußballer, bei denen nur Heiko Rothenpieler (Studium) und Daniel Spies (Verdacht auf Kreuzbandriss) fehlen, freuen sich auf die Partie gegen den zwei Klassen höher spielenden Westfalenligisten. Als „Spiel des Jahres“ würde sie beim Bezirksliga-Spitzenreiter aber niemand bezeichnen. Dafür überlagert der spannende Kampf um die Meisterschaft den Pokalwettbewerb zu sehr. „Über das Spiel wird eigentlich erst seit Dienstag gesprochen“, verrät Hoffmann, dessen Mannschaft im Blindflug in die Partie geht. Beobachtet wurde der Gegner nämlich nicht.

Das heißt aber nicht, dass die Spieler von Björn Breuer heute Abend ihre Kräfte für das wichtige Spiel beim TuS Sundern am Ostermontag schonen werden. „Wir spielen auf jeden Fall mit der besten Mannschaft“, verspricht Hoffmann: „Unser Ziel ist, ins Finale zu kommen. Dafür geben wir unser Bestes.“

Das Endspiel hat Birkelbach zuletzt 2005 erreicht und es gegen den damaligen Verbandsligisten TuS Erndtebrück auch gewonnen. Eine Neuauflage wäre im Mai, zehn Jahre später, bei einem Birkelbacher Sieg übrigens sehr wahrscheinlich. Das zweite Halbfinale bestreitet der TuS Erndtebrück am 22. April beim kriselnden Bezirksligisten Grün-Weiß Siegen.

Zweimal traf Birkelbach in den letzten zehn Jahren auf die Käner, zweimal gab es eine knappe Niederlage. 2007 mit 0:1 in der Relegation der Bezirksliga-Vizemeister, im September 2013 mit 2:3 nach Verlängerung im Kreispokal-Achtelfinale.

„Damals sind wir über uns hinausgewachsen und Kaan hat uns unterschätzt“, erinnert sich Hoffmann, der nicht glaubt, dass den Gästen dies wieder passieren wird. „Als Tabellenführer werden die uns wohl ernst nehmen. Aber wir haben uns ja auch weiterentwickelt in den letzten eineinhalb Jahren.“