Holzhausens Sensen-Lehrlinge gehen vor Publikum ans Werk

Holzhausen..  Der Sensen-Kurs, den der Heimatverein Holzhausen im Rahmen seines Naturschutzprogramms angeboten hat, interessierte nicht nur die Teilnehmer. Ne­ben den rund 15 vorangemeldeten Kandidaten, die auf der Wie­se am Holzhäuser Tannenhügel ans Werk gin­gen, fan­den sich auch Zu­schau­er ein, um dem klei­nen Schau­spiel bei­zu­woh­nen und zu fach­zu­sim­peln.

Mahd per Hand mit der Sen­se ist in der Land­wirt­schaft schon lan­ge nicht mehr ge­fragt. Und auch der Rasen im Garten wird modern mit dem Mäher kurz gehalten. Ulrich Krumm vom Heimatverein schmunzelt: „Ich habe den Kurs deshalb initiiert, damit ich selber etwas lerne.“ Alle Teilnehmer hatten ihre eigenen Sensen mitgebracht, alte und neue Exemplare. „Mit der richtigen Sense und der richtigen Technik geht das wirklich ganz leicht, dann macht es tatsächlich Spaß , und es hat auch etwas Meditatives“, sagen die beiden erfahrenen Sensenlehrer Johannes Irle und Friedhelm Geldsetzer aus Freudenberg.

Auf die Größe kommt es an

Die Teilnehmer konnten dabei zunächst lernen, wie man die Sense richtig einstellt und zusammenbaut und auf die jeweilige Körpergröße abstimmt. Wird das nicht gemacht, kann die Arbeit mit der Sense für Anfänger sehr frustrierend sein.

Der 86-Jährige Johannes Irle ist mit dem alten Handwerk bestens vertraut und demonstrierte an seinem Dengelstock und mit dem Dengelhammer, wie die Sense richtig gedengelt wird. Und dann wurde gemäht. Mit recht skeptischen Blicken verfolgen die „Sensen-Lehrlinge“, wie Johannes Irle scheinbar mühelos das mehr als kniehohe Gras mit ruhigen gleichmäßigen Bewegungen umlegte. Dann gingen die „Lehrlinge“ ans Werk. Mit den klaren und präzisen Anweisungen der Sensen-Profis, die die Körperhaltung korrigieren und gute Tipps geben, wie die Sense zu halten und zu führen ist, stellen sich in relativ kurzer Zeit schon die ersten Erfolge ein. Trotz der brütenden Hitze wurde danach noch lange über die Arbeit mit der Sense diskutiert.