Hinter die Uni-Kulissen geschaut

Bad Berleburg..  Die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe sahen mit freudiger Erwartung der vergangenen Woche entgegen, konnten sie doch in dieser Zeit das Leben von Studierenden eigenständig kennen lernen. Im Zuge des schuleigenen Konzepts zur Studien- und Berufsorientierung bot das Johannes-Althusius-Gymnasium in Kooperation mit den „Schnupperangeboten“ der Universitäten Marburg und Siegen wieder einmal die Möglichkeit an, eine Woche lang am realen Studienbetrieb teilzunehmen. Es konnten auch Universitäten in anderen Städten angesteuert werden und so fanden sich in Köln, Gießen und Dortmund ebenfalls Berleburger „Studierende“ wieder.

Orientierungswoche

Das Ziel der Studienorientierung könne natürlich nicht sein, die tatsächlichen Herausforderungen eines Studiums in einer Woche exakt zu simulieren, aber die individuelle Beschäftigung mit allgemeinen und grundsätzlichen Fragestellungen vor Ort solle durch das Angebot angeregt werden, so umschrieb der in Marburg begleitende Lehrer Christoph Achenbach die Zielsetzung der Orientierungswoche. Ziel sei es, den Übergang von der Schule in das Studium oder den Beruf zu schon frühzeitig vorzubereiten.

Tatsächlich waren die Fragen nach dem grundsätzlichen Interesse an einem Studium bei den einen und bei den anderen bereits nach einem speziellen Studiengang im Vordergrund der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Dazu mussten sie sich vorbereitend jedoch zum Beispiel um eine Unterkunft (meistens Jugendherberge) kümmern, den Stundenplan aus den Vorlesungsverzeichnis zusammenstellen, Gebäude und Räume finden, in knapper Zeit das Mittagsessen organisieren.

Dann konnten sie in den Veranstaltungen Einblick in die inhaltliche Arbeit von Studierenden nehmen und so überprüfen, ob die reale Studiensituation den eigenen Vorstellungen entspricht. Dabei wurden häufig Fächer wie Psychologie, Physik und Medienwissenschaften gewählt, es kamen aber auch „Exoten“ wie Schauspiel vor.

Infoveranstaltungen

Zusätzlich nahmen sie an einleitenden Informationsveranstaltungen teil, in denen ihre Fragen bezüglich Zugangsbeschränkungen und -voraussetzungen, Finanzbedarf und Finanzierungsmöglichkeiten oder auch Angebote und Hilfestellungen des Studentenwerkes beantwortet wurden.

Für die Schülerinnen und Schüler, die keinen Studienwunsch haben, bestand die Möglichkeit, einen konkreten Berufswunsch in einem einwöchigen Betriebpraktikum tatkräftig zu prüfen. So fanden sich auch Elftklässler bei der Polizei, in Metallverarbeitungs- und Baubetrieben.

Anschließend verfassten die Schüler einen Praktikumsbericht.