Henning Gronau: Attraktivität Erndtebrücks für junge Familien steigern

Einstimmig hat dei SPD Henning Gronau (rechts) zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Der Gemeindeverbandsvorsitzende Udo Grebing (links) und der Rats-Fraktionsvorsitzende Heiko Becker gratulieren.
Einstimmig hat dei SPD Henning Gronau (rechts) zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Der Gemeindeverbandsvorsitzende Udo Grebing (links) und der Rats-Fraktionsvorsitzende Heiko Becker gratulieren.
Foto: WP

Erndtebrück..  Jetzt ist er es auch ganz offiziell und basisdemokratisch legitimiert. Der SPD-Gemeindeverband Erndtebrück hat den 30-jährigen Henning Gronau zum Bürgermeisterkandidaten bestimmt. Einstimmig entschieden die Genossen in geheimer Wahl mit dem Birkelbacher als Bewerber ins Rennen zu gehen. Der Partei-Vorstand hatte den Verwaltungsfachmann bereits im November öffentlich zum Nachfolgekandidaten für seinen SPD-Bürgermeister Karl Ludwig Völkel aufgebaut, brauchte aber auch die Zustimmung der Parteibasis. Dieser war sich der Vorsitzende Udo Grebing in seiner Glückwunschrede auf Gronau aber sicher und verriet, dass sich die Erndtebrücker SPD-Spitze schon vor einem Jahr über den Kandidaten einig war, ihn sich aber allzu früh vor der Wahl nicht zerreden lassen wollte.

Jetzt, fünf Monate vor dem Urnengang, machte Gronau deutlich, wo seine politischen Schwerpunkte liegen: Unter dem Schlagwort „Bewährtes erhalten und Zukunft gestalten“, will der Kandidat das Ehrenamtliche Engagement mehr würdigen, den Wirtschaftsstandort Erndtebrück stärken aber auch den Sparkurs für die Haushaltskonsolidierung fortführen.

Gronau, selbst erst 30, betont, dass es ihm besonders wichtig ist, jungen Familien eine Perspektive zu geben. Deshalb hält er den Ausbau von Wohngebieten wie in der Roger-Drapie-Straße für wichtig und will sich um Schulpolitik besonders kümmern. Mit den florierenden Unternehmen und der Bundeswehr profiliere sich Erndtebrück als Arbeits- und Wohnstandort. Es sei aber auch mit einem der höchsten Durchschnittseinkommen im Kreis Siegen-Wittgenstein für Geschäftsleute attraktiv. Was die Sparanstrengungen anbelangt, setzt Gronau auf interkommunale Zusammenarbeit. Eine Fusion der drei Wittgensteiner Kommunen hält er „derzeit für nicht machbar.“ Lob für den Kandidaten kam vom Amtsinhaber Karl Ludwig Völkel, der im Herbst aus Altersgründen ausscheidet, sich aber weiter aktiv politisch betätigen werde. Völkel: „Ich wage die Prognose, dass Du im ersten Wahlgang gewählt wirst.“