Helge Klinkert: Womelsdorf optimaler Standort

Unser Bild zeigt von links: Heiko Becker, Andreas Nölling, Michael Sittler, Karl Heinrich Sonneborn, Helge Klinkert, Martin Imhof, Waltraud Schäfer, Martin Müller, Henning Gronau und Eckehard Hof.
Unser Bild zeigt von links: Heiko Becker, Andreas Nölling, Michael Sittler, Karl Heinrich Sonneborn, Helge Klinkert, Martin Imhof, Waltraud Schäfer, Martin Müller, Henning Gronau und Eckehard Hof.
Foto: WP

Womelsdorf..  Eine Delegation der SPD-Kreistagsfraktion besuchte jetzt die Baustelle der neuen Rettungswache in Womelsdorf.Die hier umgesetzte Ausschreibungsmethode mit einem langfristigem Mietmodell und einer 30-jährigen Laufzeit sei auch für die Firma Berge-Bau Neuland, so Geschäftsführer Eckehard Hof. Anders als bei früheren Rettungswachen sei der Kreis nur Mieter der Immobilie, deren Eigentümer die Firma Berge-Bau bleibe. Erfreulich sei, so Michael Sittler, Fraktionsvorsitzender der SPD, dass eine heimische Firma die Ausschreibung trotz starken Wettbewerbs gewonnen habe.

Nach witterungsbedingten Zwangspausen im Winter steht der Bau nun kurz vor der Fertigstellung, der Trockenbau ist abgeschlossen, im Juli soll die Übergabe stattfinden. Hof lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kreis, der die Bauarbeiten stets konstruktiv begleitet habe.

Verbesserung für Aue-Wingeshausen

Dezernentin Helge Klinkert möchte die Übergabe gemeinsam mit dem Ehrenamt von DRK und Feuerwehr feierlich gestalten, denn diese werden dem Bau nach der Übergabe Leben einhauchen. Der Standort Womelsdorf, so Klinkert, sei den Auflagen des Rettungsbedarfsplanes des Kreises geschuldet. Nach den dort vorgegebenen Parametern sei Womelsdorf als optimaler Standort ermittelt worden.

„Der neue Standort bedeutet für die 2500 Auer und Wingeshäuser Bürger, dass sie nun endlich in den vorgegebenen zehn Minuten vom Rettungsdienst erreicht werden können“, so Wingeshausens Ortsvorsteher und Kreistagsmitglied Karl Heinrich Sonneborn. Zufrieden über die Standortwahl zeigten sich auch Andreas Nölling, Ortsvorsteher von Womelsdorf, und die Vertreter der Erndtebrücker SPD, Heiko Becker und Henning Gronau. Der vorherige Leerstand sei nun sinnvoll genutzt und den Erndtebrückern eine Bauruine im Ort erspart geblieben.

DRK, Feuerwehr und Notarzträume unter einem Dach

Ingenieur Martin Müller, der für den Rohbau und die Außenanlage verantwortlich ist, und Martin Imhof, der für den Innenausbau federführende Ingenieur, führten die Delegation durch das großzügig geschnittene Gebäude. Im Bereich des Rettungsdienstes findet sich neben Ruheräumen für das Personal ein großer Aufenthaltsraum, in dem auch Erste Hilfe Schulungen durchgeführt werden können. Der durch Oberlichter helle und freundliche Flur verbindet die Zimmer des DRK mit denen des Notarztes. Dieser ist dauerhafter Bestandteil des Rettungskonzeptes in Womelsdorf und ist entweder direkt in der Rettungswache oder wird im Rendevouz-Verfahren parallel zum Rettungswagen an den Einsatzort gefahren. Helge Klinkert betonte, dass es immer schwieriger wird, rund um die Uhr Notärzte für die Dienste in den Rettungswachen zu finden. Die Fahrzeughalle, die sich anschließende Waschhalle, der EDV-Raum und eine imposante Pellet-Heizanlage runden den Bau auf der Seite der Rettungswache ab.

Über eine Million Euro Baukosten

Auch die Räumlichkeiten der Womelsdorfer Feuerwehr auf der rechten Seite des Gebäudes stehen kurz vor der Fertigstellung. Dieser Bereich ist von dem des Rettungsdienstes vollkommen getrennt, aber gleichermaßen hell und freundlich gestaltet. Da der Bau nur über eine Etage verfügt konnte auf die sonst obligatorische Feuerwehrstange hier verzichtet werden.

Michael Sittler äußerte sich zufrieden über die Baumaßnahme, deren Kosten Eckehard Hof vorsichtig auf deutlich über eine Million Euro bezifferte. Für Feuerwehr und Rettungswache entstehen in den kommenden Wochen noch ein Dutzend Pkw-Stellplätze neben dem Gebäude.