Heiße Diskussionen zwischen Stadt und Ort Bei der Bürgerversammlung in Alertshausen machte man sich Luft
12.11.2008 | 19:30 Uhr 2008-11-12T19:30:57+0100Alertshausen. (ks) Hitzige Debatten gab es bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Alertshausen. Die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses war ebenso Thema wie Straßenbauarbeiten nach Kyrill. ...
... Auch die Pläne für das Ortsjubiläum im nächsten Jahr wurden vorgestellt.
Sie wollten Hochzeitsdorf werden, doch nun stehen sie vor einem stark sanierungssbedürftigen Dorfgemeinschaftshaus, das in diesem Zustand keiner so recht haben will, das die Einwohner jedoch andererseits erhalten sehen wollen. Die Stadt Bad Berleburg würde es gerne der Dorfgemeinschaft verkaufen, doch die befürchtet, alleine durch Rücklagen, durch die Vereine und deren Muskelkraft das Projekt nicht stemmen zu können. 100 000 Euro wären in etwa zu investieren.
"Mir hat grad jemand gesagt, dass er keine Lust hat, bis 70 noch Waffeln auf allen möglichen Märkten zu verkaufen, um das zu finanzieren", meinte Ortsvorsteher Hartmut Schukey und gab damit bereits indirekt vor der Diskussion eine Empfehlung an die Dorfgemeinschaft ab.
Um den Alertshäusern die Situation zu erläutern und ein Meinungsbild zu erhalten, waren auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann und der erste Beigeordnete Jürgen Weber gekommen, die den Sachverhalt erklärten, aber nicht auf positive Resonanz stießen. Keine Förderungen, aber hoher Investitionsbedarf schrecken die Alertshäuser einfach ab. "In dem Zustand, in dem das Haus ist, will da doch auch keiner feiern", meinte Alexander Spies. Toiletten, Fenster und Decke marode, Lichtanlage unattraktiv und die Heizung ist auch nicht die modernste - alles Probleme, die angegangen werden müssen.
Hitziger wurde die Debatte bei der Diskussion um die Straßenarbeiten der Kyrillschäden. Hier machten die Alertshäuser ihrem Ärger mal Luft, denn sie fühlen sich benachteiligt was die Reparaturmaßnahmen betrifft. "Wenn noch 250 Meter mehr geteert werden würden, wären wir ja schon zufrieden", so Schukey. Fuhrmann versprach, mit den Alertshäusern die Strecken einmal abzufahren.
Nach den konfliktreichen Themen gab es auch Positives zu vermelden. Für die 950-Jahresfeier im nächsten Jahr wird es am 15. August einen Festtag der anderen Art geben. Tagsüber wird es die zum ersten Mal in Deutschland stattfindenden Lumberjack Games, einen Holzfäller-Mannschaftswettbewerb, geben und abends findet ein Holzfällerball mit Livemusik statt. Da soll es dann auch zünftig zur Sache gehen und das Jubiläum ordentlich gefeiert werden.
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