Heimatverein stellt die Weichen für die Zukunft

Diese Stahlteile für das geplante „Museum am Rothaarsteig" lagern an der Windbrache. Wenn alles gut läuft, könnte die ehemalige Dekorhalle mit Fördermitteln am Sengelsberg komplett aufgebaut werden.
Diese Stahlteile für das geplante „Museum am Rothaarsteig" lagern an der Windbrache. Wenn alles gut läuft, könnte die ehemalige Dekorhalle mit Fördermitteln am Sengelsberg komplett aufgebaut werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es ist die letzte Zusammenkunft im Museum „Hof Espe“. Dort sollen am Sonntag, 29. März, wichtige Weichen für die Zukunft des Heimatvereins Landwirtschaft und Brauchtum Bad Berleburg gestellt werden.

Bad Berleburg..  Die morgige Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Landwirtschaft und Brauchtum Bad Berleburg dürfte einen herausragenden Platz in der Vereinsgeschichte bekommen. Es ist die letzte Zusammenkunft im Museum „Hof Espe“. Dort sollen morgen ab 15 Uhr überaus wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Hoffen auf Mittel der NRW-Stiftung

Vorsitzender Klaus Daum plant eine umfassenden Bericht über den Stand der Vorbereitungen für den Neubau einer Halle am Sengelsberg (wir berichteten). Der Bebauungsplan ist bekanntlich für diesen Zweck bereits geändert worden. Wie der Vorsitzende in seiner Einladung den Mitgliedern schreibt, seien die Anträge für die Genehmigungsbehörden weitgehend fertiggestellt.

Aber bedeutsamer als die technischen Dinge ist die Frage der Finanzierung. Nach Angaben von Klaus Daum spricht sich der Vorstand „für eine große Lösung“ aus. Das bedeutet: Die ehemalige Dekor-Halle soll in der vollen Größe von 1 000 Quadratmetern in unmittelbarer Nähe des Festplatzes der Kyffhäuser-Kameraden aufgebaut werden, weil, „dadurch alle unsere Platznöte der Vergangenheit angehören würden. Voraussetzung für die Realisierung dieser großen Lösung ist allerdings ein positiver Bescheid der NRW-Stiftung, bei der der Brauchtumsverein einen Antrag auf finanzielle Förderung gestellt hat. Außerdem könnten Flächen der großen Halle an andere Nutzer für Veranstaltungen vermietet werden, was Einnahmen für Unterhaltung und die „Refinanzierung unseres Projektes bringen“ kann.

Mit einem leidenschaftlichen Appell wendet sich der Vorstand an die Mitglieder, von denen „die meisten ja bereits Erfahrungen beim Aufbau des Museums am Hof Espe gemacht“ haben. Der Vorstand könne sich „sehr gut vorstellen, wie viel Arbeit in Hof Espe investiert worden ist, und dass es vielen Mitgliedern schwer fällt, noch einmal von vorne zu beginnen.“ Daum gibt sich sehr zuversichtlich, dass das neue Projekt einen guten Verlauf nehmen wird. Einen Namen dafür gibt es übrigens auch schon: „Museum am Rothaarsteig“.