Hatzfeld feiert zum 675-jährigen Jubiläum ein Altstadtfest

Hatzfeld..  Am 5. September 2015 blickt Hatzfeld in die Vergangenheit: Die schmucke Stadtmitte ist Schauplatz eines Altstadtfests, das Höhepunkt im Jubiläumsjahr sein soll. Doch die Vereine planen noch viele weitere Veranstaltungen.

Im Jahr 1340 wurde Hatzfeld erstmals als Stadt am Fuße der damals schon bestehenden Burg erwähnt. 675 Jahre ist das also her, und das soll gefeiert werden.

Seit einigen Monaten trifft sich ein kleine Gruppe mit Vertretern aus Vereinen und Ortsbeirat im Auftrag von Bürgermeister Dirk Junker, um das Programm im Jubiläumsjahr zu koordinieren. Insbesondere befassen sich die Mitglieder aber mit der Vorbereitung des stehenden Festzugs am Samstag, 5. September 2015 – fast auf den Tag genau 675 Jahre nach der Ersterwähnung als Stadt, denn diese historische Urkunde ist auf den 4. September 1340 datiert. Damals hatte König Ludwig der Bayer den Herren von Hatzfeld die Genehmigung zum Bau einer Stadt erteilt. Diese Urkunde wird für die Berechnung der Stadtrechte zu Grunde gelegt.

Festzug von 1990 als Vorlage

Hatzfeld selbst war schon 1282 im Zuge des Friedensvertrages zwischen den Erzbischöfen von Mainz und den Herren von Hatzfeld mit den Landgrafen von Hessen und den Grafen von Wittgenstein und Battenberg erstmals erwähnt worden. Im für Hatzfeld so typischen alten Stadtkern soll beim Altstadtfest an die Historie erinnert werden. Dabei machen sich die Organisatoren zunutze, dass der alte Plan vom letzten stehenden Festzug im Jahr 1990 noch existiert: „Da konnten wir aus dem Vollen schöpfen“, sagt Angelika Schmitt vom Festkomitee. Einbezogen werden die Straßen Im Hain, Obergasse, Untergasse, Mittelstraße, und die Torstraße. Die Vereine bringen sich ein, ebenso Gewerbetreibende und Künstler. Auf einer Aktionsbühne am Schulbrunnen soll für Unterhaltung gesorgt werden, der Rathausplatz wird zum „Festplatz“. Bis alle Einzelheiten geklärt sind, werden noch etliche Treffen nötig sein – doch die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind überzeugt, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen zu können.

Bäckereien bieten Jubiläumsbrot an

Auch Gruppen aus den Nachbarorten haben schon ihre Mitwirkung angekündigt, beispielsweise mit dem Laisaer Kartoffeldämpfer oder dem Dodenauer Köhlerhandwerk. Alte Handwerksberufe werden ebenso präsentiert. Gute Kontakte unterhalten die Hatzfelder nicht nur ins Obere Edertal, sondern auch ins benachbarte Wittgensteiner Land – auch das soll beim Stehenden Festzug deutlich werden. Der Basar „Was alte Hände schaffen“ macht zudem anlässlich des Altstadtfests in Hatzfeld Station. Die beiden in der Stadt ansässigen Bäckereien wollen im nächsten Jahr „Jubiläumsbrot“ zum Verkauf anbieten. Das ganze Jahr über sollen weitere Veranstaltungen im Zeichen des Jubiläums stehen (siehe Kasten). So sollen mehrere Sternwanderungen ein Zeichen der Zusammengehörigkeit zwischen den Stadtteilen setzen, es gibt Sportveranstaltungen, Konzerte, Kunst und Kultur – und auch das traditionsreiche Kinderfest am ersten Juliwochenende steht im Zeichen des Stadtjubiläums.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Jens Schreiner, Verena Schneider, Dieter Schöning, Stefan Arzt, Hartwig Merg, Angelika Schmitt, Ursula Nowak, Tanja Jakobi, Tina Faust und Christel Eckhardt.