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Halb Erndtebrück war am Montag ohne Wasser

13.02.2012 | 15:28 Uhr
Halb Erndtebrück war am Montag ohne Wasser
Erndtebrück: Thorsten Sauermann bei den Erdarbeiten, die ein Rohrbruch an der Ecke Berliner Straße/ Nordstraße notwendig gemacht hat

Erndtebrück.Rund die Hälfte der Haushalte im Erndtebrücker Ortskern blieben gestern Morgen ohne Wasser, nachdem es an der Berliner Straße/Ecke Nordstraße zu einem Bruch der Versorgungsleitung gekommen war.

Bereits am Freitag, so Björn Fuhrmann von der Erndtebrücker Verwaltung, war beim Wasserwerk ein größerer Verbrauch aufgefallen. Zugespitzt habe sich die Lage dann in der Nacht zum Montag mit erheblichen Verlusten im Leitungsnetz: „Der Hochbehälter Gickelsberg ist in die Knie gegangen.“ Daraufhin habe es einen deutlichen Engpass in der Wasserversorgung der Kerngemeinde gegeben. Ungefähr die Hälfte aller Haushalte blieb deshalb am Morgen ohne Versorgung, obwohl die Mitarbeiter des Wasserwerks bereits ab 3 Uhr in der Nacht an einer Lösung des Problems arbeiteten. Mit einer Notversorgung konnte zumindest in Teilbereichen im Laufe des Morgens wieder eine Belieferung erreicht werden - wenn auch mit deutlich niedrigerem Druckniveau. Länger betroffen waren insbesondere höher gelegene Straßen.

Unterdessen versuchten Mitarbeiter eines Bauunternehmens die Bruchstelle freizulegen - wegen des strengen Frosts der vergangenen Tage keine leichte Aufgabe. „Das Reinkommen in den Frostboden war das größte Problem“, beschreibt Mitarbeiter Udo Six, „dafür haben wir einen dicken Stemmhammer gebraucht.“ Den eigentlichen Schaden fanden er und Kollege Thorsten Sauermann schließlich mit Hilfe eines Kleinbaggers in rund 1,50 Meter Tiefe: „Der Hydrant ist kaputtgefroren“, schildert Six weiter.

Das ganze Ausmaß konnte bereits oberirdisch festgestellt werden. Sauermann erklärt: „Das Wasser hat die Straße unterspült, hat den Frostboden aufgeweicht und ist auf der anderen Straßenseite oberirdisch wieder ausgetreten.“ Auf diese Weise konnte sich ein etwa 30 Zentimeter tiefes Rinnsal bilden, das sich seinen Weg bergab über ein Privatgrundstück spülte. Am Nachmittag hatten Sauermann und Six das Problem dann behoben und das Wasser floss wieder – aus den Hähnen.

(pr/isch)

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