Gute Pflege des Denkmals wird belohnt

Wittgenstein..  Würden die Besitzer eines Baudenkmals ihr Objekt nicht liebevoll pflegen und nicht für beträchtliche Summen an Geld in Schuss halten, wären die Denkmallisten der Wittgensteiner Kommunen kurz. Das bürgerliche Engagement der Privatleute möchte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe jetzt mit dem Rheinisch-westfälischen Staatspreis belohnen.

Und dabei haben die Verantwortlichen nicht nur die „obligatorischen“ Denkmäler im Blick. Schlösser wie in Berleburg und Laasphe oder Kirchen wie in Sassenhausen, Birkelbach und Puderbach sind es nicht allein, die zu den erhaltenswerten, historischen Bauwerken in unserer Region gehören. Auch frühere Indus­triebauten wie die Amalienhütte in Niederlaasphe stehen unter Schutz.

Fast 300 Einträge in der Liste

Außerdem prägen prächtige Fachwerkhäuser unter anderem die Altstadt in Bad Laasphe sowie zahlreiche Dörfer in Wittgenstein – und die haben hier und da neben den historischen Bauernhöfen bestimmt auch Jurymitglieder bei den Begehungen der Ortschaften zu den Aktionen „Unser Dorf hat Zukunft“ überzeugen können.

Die meisten denkmalgeschützten Gebäude wurden schon vor Jahrzehnten in die Listen aufgenommen. In Bad Laasphe sind es über 125, in Erndtebrück fast 50 und in Bad Berleburg mehr als 100 Seinerzeit gab es noch deutlich mehr finanzielle Förderung als in heutigen Zeiten leerer kommunaler Töpfe.