Große Sauna „nicht darstellbar“

Bad Berleburg..  „Hier war wohl einer übermütig“, meinte SPD-Fraktionschef Bernd Weide, als es am Mittwochabend im Ausschuss für Soziales, Bildung, Sport und Kultur um neue Planungen für die Sauna-Erweiterung im Rothaarbad ging. Neue Ideen, hier nun bis zu 850 000 Euro zu investieren, seien ja wohl „nicht darstellbar“, so Weide – vor allem dann nicht, wenn die Stadt andererseits 22 000 Euro bei der Unterhaltung der Sportstätten einsparen wolle.

Mit Sport-Sparplänen unvereinbar

Hintergrund: Im Rahmen des Regionale-Projekts „Kurorte – neu profiliert“ ist das Rothaarbad als Leitprojekt für die gesundheitstouristische Entwicklung Bad Berleburgs eingestuft worden. Eine Berechnung zur Wirtschaftlichkeit will das zuständige Beraterbüro „ProjectM“ heute Abend in öffentlicher Sitzung dem Haupt- und Finanzausschuss vorstellen.

Manuel Spies vom städtischen Immobilienmanagement machte deutlich, dass gerade der Sauna-Betrieb im Bad „zu 100 Prozent kostendeckend“ laufe und eine umfangreichere Erweiterung zumindest eine Prüfung wert sei. Doch schon gestern im Sozialausschuss winkten Redner quer durch die Parteien ab: Die Stadt solle die Sauna in jener moderaten Weise erweitern, wie im April 2014 beschlossen – Kosten: rund 80 000 Euro. „Das ist zwar alles schön“, sagte Uwe Weinhold (CDU) – „aber wenn ich es mir nicht leisten kann, kann ich es auch nicht bauen.“

Auf eine Marsch-Richtung für das Sportstätten-Konzept konnte sich der Ausschuss trotz intensiver Debatte nicht einigen. Vor allem die geplante Einführung einer Nutzungsgebühr für die Sporthallen stoße bei den Sportvereinen auf wenig Verständnis, warnte Ursula Belz (CDU). Und SPD-Fraktionschef Weide wollte von der Stadtverwaltung konkret wissen: „Mit welchen Sportstätten geht es weiter, mit welchen nicht?“ Laut Immobilien-Manager Spies beläuft sich der Sanierungsstau derzeit auf rund 1,4 Millionen Euro.