Große Nachfrage für Neubaugebiet im Kernort

Steht fürs neue Baugebiet zur Verlängerung an: die Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück
Steht fürs neue Baugebiet zur Verlängerung an: die Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein komplett neues Baugebiet für Wohnhäuser – um es zu erschließen, will die Gemeinde Erndtebrück die Roger-Drapie-Straße bis zur Grimbachstraße verlängern. Der Rat entscheidet am 18. Februar.

Erndtebrück..  Die Gemeinde Erndtebrück möchte neue Flächen für Wohnhäuser, Gewerbe und Indus­trie erschließen. Im Ausschuss für Bauen und Gemeinde-Entwicklung befassen sich die Politiker kommende Woche damit, für diese Bereiche neue Bebauungspläne aufzustellen. Erndtebrücks Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel verweist auf reichlich Nachfrage.

„Im Kernort haben wir nicht mehr viele Grundstücke anzubieten“, so Völkel. Das letzte zusammenhängende Neubaugebiet für Wohnhäuser wurde 2003 am „Oberen Ederfeld“ ausgewiesen. Es ist inzwischen bis auf zwei Baulücken bebaut. Um nun das neue Areal östlich davon zu erschließen, soll die Roger-Drapie-Straße vom Erwin-Klotz-Weg aus in einem Bogen bis hinauf zur Grimbachstraße durchgezogen werden.

Interesse an Bauland haben laut Völkel Bauwillige aus Erndtebrück, aber auch von außerhalb bekundet – darunter auch Bundeswehr-Angehörige, die in der nahen Hachenberg-Kaserne stationiert sind. Für sie als Bauherrn wäre das geplante Neubaugebiet natürlich von der Lage her ideal.

Baurecht auch für Spielplatz-Areal

Noch zu klären ist, ob die Gemeinde die durchweg privaten Grundstücke aufkauft und dann selbst erschließt – je nach Bedarf auch in zwei Abschnitten. Sollte die Nachfrage bei Grundstücken am Grimbach anhalten, ließe sich später die parallele Heinz-Müller-Straße auf gleiche Weise verlängern.

Baurecht schaffen möchte die Gemeinde auch auf dem ehemaligen Spielplatz-Gelände am Elsa-Brandström-Weg. Das dreieckige Areal mit zwei Flurstücken grenzt auch an die Straße „Am Köpfchen“ und die Martin-Luther-Straße. Im September hatte Heinz Georg Grebe (FDP) angeregt, die nicht mehr genutzte Fläche zur Bebauung freizugeben. Dieser Anregung wolle die Gemeinde nun folgen, so der Bürgermeister.

Dringend ist aus Sicht Völkels auch die Erweiterung des Industrieparks Wittgenstein bei Schameder. Hier ist vorgesehen, die Wittgensteiner Straße an der Firma Rothenpieler und dem Sportplatz vorbei nach Westen zu verlängern. Über eine Ringstraße sollen dann vielfach nachgefragte große Gewerbeflächen erschlossen werden. Die Gemeinde plant dabei im Auftrag des Zweckverbandes Region Wittgenstein, der den Indu-Park vermarktet.