Griechenland als Reiseland: Nachfrage in dieser Saison gering

Wittgenstein..  Griechenland in der Krise, der Finanzminister tritt zurück, den Banken des EU-Landes droht der Kollaps – doch einige Wittgensteiner lieben es einfach als ideales Reiseland zum Ausspannen vom Alltagsstress.

Sicher: „Die Nachfrage war schon am Anfang der Saison eher verhalten“, hat Katrin Vetter vom Reisebüro Wittgenstein festgestellt. Zehn Buchungen bislang in diesem Sommer – da seien es in den Vorjahren deutlich mehr gewesen.

Urlaub auf der Peleponnes, in der Ägäis? „Wir raten nicht davon ab“, so Vetter, „versuchen aber auch nicht, die Leute zu überreden“. Wer dort Sonne tanken wolle, der tue es auch. Und wer nach Alternativen suche, sei mit Spanien oder der Türkei auch gut bedient.

Klar: Für die Griechenland-Reise sollte man aktuell schon mehr Bargeld als sonst einstecken, sagt Vetter, „weil man mit der EC-Karte vermutlich nichts mehr abholen kann“ an den Bankautomaten. Und wer „all inclusive“ gebucht habe, werde vor Ort ja ohnehin gut verpflegt.

Bad Laasphe: Türkei & Co. beliebter

Die Reiseveranstalter rieten Urlaubern entweder zu Bargeld oder aber zur Kreditkarte, sagt Melanie Nebbe von Diehl Reisen in Bad Laasphe. Allerdings habe man generell kaum Griechenland-Kunden, so Nebbe – beliebter seien einfach Türkei, Balearen oder die Kanaren.

Was sowohl Vetter als auch Nebbe erfahren haben: Alle Wittgensteiner seien bislang mit ihren Buchungen für Griechenland zufrieden gewesen. Die Touristiker vor Ort seien doch froh um jeden Urlauber, der komme – auch aus Deutschland, sagt Katrin Vetter.