Gesundheitsgefahren mindern

„Kritik an NRW-Plänen zur Windkraft“ (Ausgabe vom 23. Dezember). Schön ist es, dass sich die Junge Union mal zu Wort meldet und das verantwortungslose Vorgehen der Landesregierung mit Herrn Remmel an der Spitze, durchleuchtet und kritisiert. Auch das Vorgehen vom Schreibtisch aus und der damit verbundene Unsinn wird kritisiert.Die JU hat sich auch mit den Folgen für die Region mit Mensch und Natur befasst.


Es wird aber zu wenig auf die Gesundheitsgefährdung des Menschen durch den Schall, besonders den Infraschall eingegangen.Lobenswert, dass 6 Ärzte aus der Nachbargemeinde Wilnsdorf einen offenen Brief an die Wilnsdorfer Bürgermeisterin und an NRW-Umweltminister Remmel gerichtet haben. Es wurde eindringlich vor Gefahren durch Infraschall von Windkraftanlagen gewarnt. Was bereits seit einigen Jahren durch Studien bestätigt wurde, nämlich die Gesundheitsgefahren durch den Infraschall, wurde hier noch einmal hervorgehoben. Gleichzeitig wurden Forderungen aufgestellt, um die Gefahren zumindest abzumildern, u.a.
Nachtabschaltung der WKA
Einhaltung von Mindestabständen zu Wohngebäuden von 3000 Meter
Begrenzung der maximalen Höhe neuer Anlagen auf 150 Meter.


Es folgen Auflistungen über die Gesundheitsgefahren wobei hier nur die Gefährdung bei Schwangeren (Risiko der Früh-/ Fehlgeburt), Schlafstörungen, Müdigkeit, Stress und Depressionen genannt werden sollen. Der offene Brief schließt mit der Forderung der Ärzte an die Verantwortlichen „Wir sind in großer Sorge ...“


Meine Hochachtung an die Ärzte, die den Mut hatten, sich öffentlich zu der Problematik zu äußern. Die Leser dieser Zeilen sollten wissen, Wilnsdorf ist überall. Die Verspargelung der Landschaft nimmt zu, obwohl bekannt ist, dass die Natur ernsthaft gefährdet ist. Lärmbelastung nimmt zu, obwohl die Gesundheitsgefahren bekannt sind.


Und statt ausreichende Abstände zu Wohngebieten einzuplanen, wird munter weitergebaut. Das grenzt schon an fahrlässige Körperverletzung. Ein Investor hat sogar gesagt, bei Einhaltung von größeren Abständen ist der Bau in unserer Region erst gar nicht möglich.


Was nützt es uns, wenn wir unsere Atomkraftwerke abschalten, aber dann Atomstrom von unseren Nachbarländern beziehen müssen, und dort sogar in Grenznähe weitere Kraftwerke gebaut werden ? Solange keine Lösung für die Speicherung des Stromes von WKA vorhanden ist, müssen wir zur Sicherstellung der Versorgung Strom aus anderen Quellen nutzen.


Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist sicherlich langfristig richtig. Dann aber bitte mit Sachverstand und gemeinsam mit den anderen Staaten. Überstürzte Handlungen haben noch nie zu etwas Sinnvollem geführt. Außer einigen Wenigen auf Kosten der Bevölkerung Reichtümer zu beschaffen; aber das ist nicht sinnvoll!


Man kann der JU nur wünschen, diese Arbeit zum Wohl von Natur und Mensch weiterzuführen.
Manfred Rein, Bad Laasphe

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