Genialer Auftakt der Geburtstagsfeier

Stimmung im Festzelt
Stimmung im Festzelt
Foto: WP

Oberndorf/Rüppershausen..  Wohl selten ist ein Ringen um 30 Liter Bier mit einem so großen personellen Aufwand betrieben worden. Das Festkomitee „650 Jahre Obern-Ropershußen“ um Bernd Schmidt hatte den Gerstensaft für die Mitglieder stärkste Gruppe der Sternwanderung ausgelobt.

Mit rund 100 Aktiven sah die SGV-Abteilung aus Feudingen um die Mittagszeit schon als sicherer Sieger aus, hätte nicht Benfes Ortsvorsteher Matthias Althaus eine Gruppe mit 102 Wanderer plus zwei Vierbeinern in Richtung Schützenhaus geführt. „Wenn es eng wird, dann müssen wir die Hunde eben mitzählen“, so ein sichtlich gut gelaunter Ortsvorsteher.

Seine beiden Amtskollegen, Uwe Rothenpieler und Sebastian Stiller, und alle Gäste werden den Tag im Festzelt ebenfalls in allerbester Erinnerung behalten. Rund 90 Ehrenamtliche sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, und auch bei der Auswahl der Musikkapellen haben die Organisatoren eine sichere Hand bewiesen. Thorsten „Toto“ Schmidt, Marco Fuchs, Friedrich Kremer und Günter Doruch, also die Lahntal Musikanten, sorgten im Festzelt schon früh für Stimmung. Da setzten die Blackboard-Erazers bei ihrem Heimspiel am Abend nahtlos an. „Das war auch ein echtes Highlight“, lobte Rüppershausens Ortsvorsteher Rothenpieler.

Mit der Bahn gewandert

Seine „Sternwanderung“ mit der Kurhessenbahn angetreten hatte Hans-Christian Bosch aus Bad Laasphe. Der Geschäftsführer der Privatbrauerei Bosch lobte nicht nur den tollen Zusammenhalt in der beiden Dörfern, sondern auch die vorbildliche Vorbereitung in den vergangenen Monaten. In Richtung wolkenloser Himmel stellte er noch fest: „Petrus muss wohl Oberndörfler sein.“

Gut vorgelegt hatte auch ein Siegerländer – Henning Moll vom Landwirtschaftsmuseum Hadem in Hilchenbach. Er versorgte die hungrigen Wittgensteiner mit 125 Liter Erbsensuppe. Ob das bei dem Ansturm wohl gereicht hat? Auch das Drumherum hat gepasst. Beim Haus Elim war sogar eine Cocktailbar aufgebaut worden.

Mächtig ins Zeug gelegt hatten sich auch Bäckermeister Wilhelm Müller, Werner Benfer, Siegfried Bätzel und Regine Nieser. Das Quartett hat an zwei Tagen das Backhaus auf Betriebstemperatur gebracht. Auf die Gäste warteten leckere Kostproben ihrer Backkunst. Zudem hatten Hannelore und Dieter Schaumann ihren Naturgarten für das Publikum geöffnet. Auch ein Dreschkasten war im Dauerbetrieb.

1000 Besucher am Zelt

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wer hat den nun das Fass Bier gewonnen? Feudingen musste sich mit 102 Wanderern mit Platz zwei begnügen. Die Abordnung aus der Benfe konnte sich im Laufe des Nachmittags noch auf 104 steigern – und das ohne Hunde.

Rüppershausens Ortsvorsteher Uwe Rothenpieler nannte am Tag danach noch eine weitere interessante Zahl. In Spitzenzeiten haben sich um die 1000 Besucher in und am Festzelt getummelt. „Da ist gut was durchgegangen.“ Damit meinte er wohl nicht nur die Bratwürstchen.