Generationen feiern Jubiläum im Doppeldorf

Rüppershausen..  Der Festkommers 650 Jahre Obern-Ropershußen hat nahtlos an den großen Erfolg von der Sternwanderung angeknüpft. Das lag aber nicht nur an dem ausgewogenen Programm mit den historischen Ansichten aus den beiden Jubiläumsdörfern oder den spannenden Ausführungen von Dr. Ulf Lückel, sondern auch daran, dass der Gemischte Chor Cantabile wie auch der MGV Oberndorf-Rüppershausen am Samstag in Altenhundem den Titel „Meisterchor“ erringen konnten. Bravo!

Tolles Comeback der Spitzbuben

Ebenfalls meisterlich ging es ab 21.35 Uhr auf der Bühne zu. Genau dort haben die „Wittgensteiner Spitzbuben“ seinerzeit viele große Erfolge feiern und Fans gewinnen können. Konnten sie da wieder anknüpfen?

Ralf Düsterhus hatte sich noch kurz vor dem Comeback nur vorsichtig optimistisch gezeigt. „Wenn’s klappt, wollen wir rund vier Auftritte pro Jahr absolvieren“, hatte die Stimmungskanone im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt. Nach diesem fulminanten Auftritt wird es dabei ganz bestimmt bleiben, denn schon beim ersten Stück ging das dankbare Publikum voll mit. Das war einmalig.

Der Festkommers wurde professionell von Margarete Zavoral und Hannelore Schaumann moderiert. Welcher Aufwand betrieben wurde, um das Jubiläum vorzubereiten, verdeutlichte Dietmar Stiller. „Bereits 2011 kam es zum ersten Treffen mit Vereinsvertretern“, rief der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft in Erinnerung. Auf einen speziellen Schirmherren haben die Organisatoren übrigens ganz bewusst verzichtet, dafür wurden am Samstagabend alle Funktionsträger mit einem Schirm ausgerüstet.

Auch reichlich Prominenz hatte den Weg auf die Alte Brache gefunden, so auch die stellv. Vorsitzende des Heimatvereins Siegerland-Wittgenstein, Waltraud Schäfer. Mit Blick auf das perfekt organisierte Jubiläum zeigte sie sich sicher, dass sich in den nächsten Jahren niemand um Oberndorf und Rüppershausen Sorgen machen muss.

Schweres Geschenk der Stadt

Die Gratulanten überbrachten entweder Urkunden oder Flachgeschenke, das Präsent von Dr. Torsten Spillmann war allerdings für die liebevoll dekorierte Festhalle dann doch zu unhandlich. Laasphes Bürgermeister hatte nämlich zwei Sitzbänke organisiert.

Auch die beiden Ortsvorsteher kamen zu Wort. Uwe Rothenpieler hob noch einmal den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und der Gönner hervor, und sein Amtskollege Sebastian Stiller aus Oberdorf formulierte gleich drei Dinge, die ihm als Ortsvorsteher wichtig sind: „Ich möchte den Gemeinschaftsgedanken mit in die Zeit nach dem Jubiläum nehmen“, wünschte sich der Mitorganisator, der für die Zukunft ebenfalls hofft, „dass noch mehr Bürger mitmachen, und das die Gemeinschaft der beiden Orte auch in Zukunft Bestand habe“.