Gemeinschaft spüren - trotz aller finanziellen Probleme

Das Fundament, auf dem die Arbeit in den Gemeinden abläuft, das Fundament, auf dem die Gespräche beim Wittgensteiner Presbytertag geführt wurden.
Das Fundament, auf dem die Arbeit in den Gemeinden abläuft, das Fundament, auf dem die Gespräche beim Wittgensteiner Presbytertag geführt wurden.
Foto: WP

Bad Berleburg..  Zwei Dutzend Presbyter und gemeindliche Mitarbeitende ließen sich am Samstag vom Ausschuss für missionarische Dienste im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein einladen. „Spiritualität im Alltag“ lautete diesmal die Überschrift über dem alljährlich stattfindenden Presbyter- und Mitarbeitenden-Tag, der in diesem Jahr im Berleburger Christus-Haus stattfand.

Aus mehr als der Hälfte der Kirchenkreis-Gemeinden hatten sich Menschen auf den Weg gemacht, vertreten waren die Kirchengemeinden Arfeld, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Feudingen, Girkhausen, Lukas, Raumland, Wingeshausen und Wunderthausen/Diedenshausen.

Dem Karneval entflohen

Trotz des Karnevals waren die Gemeindepfarrer Rüdiger Penczek und Kristina Kügler als Referenten aus der Rheinischen Landeskirche nach Wittgenstein gekommen. Entweder im großen Kreis mit Blickkontakt zwischen allen Beteiligten oder in fünf kleineren, eng zusammengerückten Gruppen absolvierten die Teilnehmenden die einzelnen Schritte des Programms. Immer wieder waren die Gedanken und Einschätzungen der Workshop-Teilnehmer gefragt, immer wieder wurden diese rückgekoppelt – wobei durch das Konzept schnell eine vertrauensvolle und sehr offene Atmosphäre entstand. Und zwischendurch schnappte sich Rüdiger Penczek beständig seine Gitarre, das gemeinsame Singen entspannte einerseits, andererseits gab es den Beteiligten Kraft.

In den USA entwickeltes Programm

„Spiritualität im Alltag“ ist ein Glaubenskurs der Arbeitsgemeinschaft „Missionarische Dienste“ und wurde unter dem Namen „Caring Community“ - fürsorgliche Gemeinschaft - in den USA entwickelt und in den 1980er-Jahren unter dem Titel „Gottesdienst leben“ auf deutsche Verhältnisse übertragen.

Seit 2003 trägt das Projekt den neuen Namen. Und das wahrgenommene Spannungsverhältnis in dem Begriff „Spiritualität im Alltag“ war es, dass viele der Workshop-Teilnehmer nach Bad Berleburg gebracht hatte: Genauer gesagt, der sehnliche Wunsch, den christlichen Geist im gemeindlichen Alltag trotz finanzieller Probleme und tausender kleiner Detailfragen spürbarer wehen zu lassen.

Nicht auf wackeligem Grund

Am Ende konnten der Laaspher Pfarrer Steffen Post als Vorsitzender des einladenden Ausschusses und sein Erndtebrücker Kollege Stefan Turk, der den Tag mit ihm vorbereitet hatte, zufrieden auf einen gelungenen Workshop zurückblicken. Die Wittgensteiner Presbyter und Mitarbeitenden hatten einen spannenden Tag erlebt, hatten die Erkenntnis gewonnen, dass sie nicht allein sind mit dem Gefühl, auf wackeligem Grund zu stehen, hatten zudem einzelne Handgriffe kennengelernt und Tipps bekommen, im Alltag nicht den Blick auf das Wesentliche zu verlieren: nämlich die Gewissheit, dass man bei der Arbeit in der Gemeinde auf einem ganz festem Grund steht, dem Fundament, das Jesus Christus gelegt hat.