Gemeinsam gegen das Springkraut

Hilchenbach..  Im Kampf gegen gebietsfremde Pflanzen, so genannte Neophyten, bittet die Stadt Hilchenbach die Bevölkerung um Unterstützung. Im Vordergrund steht das Indische Springkraut.

Die Stadt geht gegen die unerwünschten Pflanzen in ihrem Zuständigkeitsbereich im Zuge der Gewässerunterhaltung vor – „ein langwieriger Prozess“, wie es in einer Mitteilung heißt. Auf städtischen Flächen kümmert sich der Bauhof um die Beseitigung. „Für die Bekämpfung der invasiven Arten auf Privatgrundstücken ist der jeweilige Eigentümer verantwortlich“, betont die Verwaltung allerdings. Um wirksam gegen das Problem vorgehen zu können, sei die Hilfe privater Anlieger an Gewässern daher unerlässlich.

Herkulesstaude im Griff

„In den letzten Jahren verlief diese Zusammenarbeit reibungslos“, heißt es weiter. Immer mehr betroffene Grundstückseigentümer erklärten sich zur Mitwirkung bereit, sodass bereits erste Erfolge zu verzeichnen seien. Die Ausbreitung der Herkulesstaude etwa „ist im Stadtgebiet weitestgehend eingedämmt“.

Der Schwerpunkt verschiebt sich auch deshalb nun in Richtung Indisches Springkraut. Da die Ausbreitung dieser Pflanze über die schwimmfähigen Samen erfolgt, sei die Bekämpfung der Ausbreitungsherde, insbesondere an den Oberläufen, „von enormer Bedeutung“. Da es sich beim Springkraut um eine einjährige Pflanze handelt, reiche es aus, Samenproduktion und -verbreitung zu verhindern.

Die Pflanzen lassen sich vor der Samenproduktion leicht aus der Erde reißen, müssen aber direkt entsorgt werden. Das Springkraut kann auch vor der Blüte abgemäht werden, wobei das Mähgut sofort beseitigt werden muss. Andernfalls kann jeder Stängelknoten neue Wurzeln bilden. Die Bekämpfung muss in den Folgejahren unbedingt fortgeführt werden, weil die Samen bis zu sieben Jahren im Boden überdauern. „Deshalb dürfen die Pflanzen nicht über den Biomüll entsorgt werden“, betont die Stadtverwaltung. Stattdessen seien die grauen Restabfalltonnen für die Beseitigung zu nutzen. Kleinere Mengen können auch verbrannt werden.

Broschüre gibt Überblick

Hilfreich ist die im Juni 2013 von der Stadt Hilchenbach veröffentlichte Broschüre „Gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet von Hilchenbach“, die Olimpia Cieslak als für die Gewässerunterhaltung zuständige Sachbearbeiterin des Fachbereichs Bauen erarbeitet hat. In dem Heft sind die wichtigsten Informationen über gebietsfremde Pflanzenarten, ihre Verbreitung und Bekämpfung zusammengefasst. Mit der Broschüre soll die Bevölkerung informiert, sensibilisiert und zum Mitwirken aufgefordert werden.

„Jeder Einzelne kann bei dem Kampf gegen Neophyten mithelfen“, ermutigt Olimpia Cieslak, denn „dieses persönliche Engagement stellt eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung her, um die Bekämpfung der Neophyten mit geringerem Aufwand und höherer Effizienz durchführen zu können.“