„Gängelchen“ in sicheren Gehweg verwandelt

Milchwegelchen in Raumland erneuert (von links): Ortsvorsteher Heinz Limper, Carsten Völkel, Udo Völkel, Sven Göbel und die Kinder von Carsten - Celina und Ann-Sophie.
Milchwegelchen in Raumland erneuert (von links): Ortsvorsteher Heinz Limper, Carsten Völkel, Udo Völkel, Sven Göbel und die Kinder von Carsten - Celina und Ann-Sophie.
Foto: Franziska Henk

Raumland..  Das alte „Milchwegelchen“ in Raumland, wie es früher auch gerne genannt wurde, führt vom Raumländer Ortsteil runter zur B 480 – hatte aber seine besten Zeiten definitiv hinter sich. Genau das ist jetzt aber Vergangenheit, dank der Initiative von engagierten Raumländern.

Sven Göbel, Carsten und Udo Völkel verwandelten das „Gängelchen“ nun eigenhändig in einen ansehnlichen, gut begehbaren und vor allem sicheren Gehweg. Die Idee dazu kam den Familienvätern aus einem ganz einfachen Grund: Mit dem Kinderwagen war der enge Pfad nur schwer zu bewältigen – und auch das Holzgeländer bot keine optimale Sicherheit mehr für die Begeher des Wegelchens, da es an vielen Stellen marode geworden war. Kurzerhand schrieb Carsten Völkel an die Stadt, die sich dann auch letztendlich um die Finanzierung des Zauns kümmerte. Und den haben die drei Raumländer vom Vorderstöppel rundum erneuert.

Einen neuen, festen sowie verbreiterten Untergrund bekam der Weg ebenfalls aus Schiefer – hier mit Hilfe des Raumländer Berwelit-Werks. „Die Firma Böhl hat in solchen Dingen immer ein offenes Ohr für uns“, weiß auch Ortsvorsteher Heinz Limper das Engagement und die Mithilfe in Raumland für die Dorfverschönerung zu schätzen. Darum ließ er es sich auch nicht nehmen, den Initiatoren noch einmal persönlich zu danken.

Das tolle Ergebnis könne nur als Vorbild dargestellt werden – „nicht nur für Raumland, sondern auch für alle anderen Dörfer“, lobte Limper die Eigeninitiative der Männer vom Vorderstöppel. „Und nicht nur, weil es schön aussieht, sondern auch, weil es nun deutlich mehr Sicherheit gibt.“ Damit sprach Heinz Limper das damit nicht notwendige Passieren der viel befahrenen Hauptstraße an, was vor allem die Kinder auf dem Schulweg zur Bushaltestelle betrifft.

Den letzten Schritt der Weg-Verschönerung stellte schließlich die Renovierung der Bank dar, die gleichzeitig auch vom Vorderstöppel auf das Gängelchen umgezogen ist. Bei den Arbeiten, für die sich die Männer zwei Tage lang Zeit nahmen, half auch die nun vierjährige Ann-Sophie Völkel mit, die sich sicherlich ebenfalls über den verbesserten Fußpfad freuen dürfte.

Aber die Anwohner vom Vorderstöppel seien auch sonst ein Vorbild in Sachen Orts- und Landschaftspflege, lobt Limper. „Hier am Vorderstöppel befindet sich wohl der bestgepflegteste Müllcontainer-Platz.“ Da sehe es an anderen Stellen – auch in Raumland selbst – bei weitem nicht so gut aus, stellt Limper fest.

Pflege in allen Ortsteilen

In jedem der Raumländer Ortsteile sähen dagegen alle 52 Bänke vorbildlich aus. Die durch die Raumländer Einwohner instand gehaltenen Sitzgelegenheiten werden teilweise auch durch Vereinspatenschaften gepflegt und bei Bedarf repariert, gestrichen und eben rundum im Schuss gehalten.

„Wenn jeder etwas macht, bleibt es für alle überschaubar“, ergänzte Sven Göbel zur Pflege im Ortsteil – denn hier packen auch einige andere Bewohner mit an, sei es beim Mähen der Rasenflächen oder dem Sauberhalten des Platzes bei den Containern.