Fusion ja, - wenn's funktioniert
15.02.2010 | 11:52 Uhr 2010-02-15T11:52:00+0100Bad Berleburg. Der Heimatverein Landwirtschaft und Brauchtum sträubt sich nicht gegen eine mögliche Fusion der Heimatvereine. Wenn's allerdings schiefgeht, so der Tenor, gibt's halt wieder eine Trennung.
Abschließend die passenden Worte fand Ehrenvorsitzender Hermann Kaiser auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins „Landwirtschaft und Brauchtum” am Samstagnachmittag auf Hof Espe. „Wir machen einen Probelauf, wenn es klappt, ist es in Ordnung, und wenn es nicht klappt, trennen wir uns wieder.”
Erste Blüten im Mai
Kaiser äußerte sich auf diese Weise zur angedachten Fusion der beiden Berleburger Heimatvereine, die bereits im Wonnemonat Mai erste Blüten treiben könnte. Bei nur einer Enthaltung haben die Mitglieder beschlossen, die traditionelle Maifeier nicht auf Hof Espe zu veranstalten, sondern gemeinsam mit dem Verkehrs- und Heimatverein unmittelbar vor dem Wollmarkt auf dem Marktplatz.
Eine Entscheidung ganz im Sinne von Heiner Trapp. Er war auf der Generalversammlung einer von fünf Vertretern des Heimat- und Verkehrsverein. „Auf dem Marktplatz erwirtschaften wir mit der Maifeier Geld, das auch auf Hof Espe gebraucht wird”, so Trapp.
Geliebäugelt
In Sachen Vereinigung will allerdings der 2. Vorsitzende der Landwirtschaftler nichts übers Knie brechen. Klaus Daum machte deutlich, dass beide Vereine schon seit längerem miteinander geliebäugelt hätten. Der Wunschgedanke sei zwar die „langfristige Fusion”, allerdings müsse genügend Zeit zum Zusammenwachsen sein, damit keiner der beiden Vereine Schaden nehme, so der Vize, der auch die aktuelle Situation mit dem Museum ansprach. Das Gebäude wird zurzeit von der Eigentümergemeinschaft zum Verkauf angeboten, allerdings kann der Heimatverein „Landwirtschaft und Brauchtum” die geforderte Summe auf gar keinen Fall stemmen. Andererseits läuft der Mietvertrag noch bis zum Jahr 2015. Was ist also zu tun?
Pro Jahr müssen die Heimatfreunde um den 1. Vorsitzenden Christian Linde 3 000 bis 4 000 Euro dazulegen. Wenn das so weitergeht, das machte Klaus Daum ebenfalls deutlich, sei der Verein in zehn Jahren pleite. Wichtig sei es, Eigentum zu erwerben, da nur das förderfähig ist, so Daum.
Engagement auf wenige Schultern
Passend zu den turnusmäßigen Neuwahlen war auch der Vortrag vom neuen Kreisheimatpfleger Wilhelm Flender, der u.a. auf das Ehrenamt und den demografischen Wandel einging. Dank der Medizin werden die Menschen immer älter, aber es werden immer weniger Kinder geboren. Folge: Das Engagement wird auf wenige Schultern verteilt.
Gleichzeitig lobte der Nachfolger von Albrecht Sauer den jungen Vorstand des Heimatvereins und er fand außerdem lobende Worte für Ursula Buschmann, die sich aus der Versammlung heraus bereit erklärt hat, die Nachfolge von Rolf Biegler zu übernehmen, der über viele Jahre das Amt des Schatzmeisters ausgeübt hat. „Jeder, der einen Posten übernimmt, zeigt Verantwortung”, so der Kreisheimatpfleger aus Birkefehl.
Es standen noch weitere Ämter zur Disposition: Wiedergewählt wurde der 1. Gerätewart Helmut Schneider und sein neuer Stellvertreter ist Heino Knebel, der die Nachfolge von Hermann Habicht antritt, der dem Vorstand allerdings gemeinsam mit Klaus Sonneborn, Patrick Sauer und Gunnar Horstkott und Peter Kremer als Beisitzer erhalten bleibt. Um das Museum kümmert sich ab sofort Eberhard Scholz. Er setzt damit die Arbeit der verstorbenen Ruth Strack fort.
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