Für Öffnung der Grenzen

Politpropaganda (Ausgabe vom 17. April)..  Der Inhalt des Leserbriefes von Herrn Bald klingt für mich angesichts der Flüchtlingsdramen vor den Küsten Libyens und Syriens wie der blanke Hohn! Hunderte von Menschen ertrinken vor den Küsten auf dem offenen Meer! Es sind alles Menschen, die wegen Ihres Glaubens verhasst und verfolgt wurden. Sie versuchen nur ihr nacktes Leben in Sicherheit zu bringen!


Was würden Sie tun, Herr Bald, wenn Sie sich selbst in einer solchen Lage befänden. Würden Sie abwarten, bis man Sie ermordet? Diese Menschen begeben sich teilweise in die Hände von Schleuserbanden und drängen sich immer wieder in völlig überfüllte Fischerboote. Wenn man Sie in dieser Not in anderen Ländern willkommen heißt (sogen.Willkommenskultur), ist das doch nur ein kleines Stück Gerechtigkeit! Deshalb sollte man doch Hochachtung haben vor der Initiative unserer Kommunalpolitik und vor den vielen Ehrenamtlichen, die in den Hilfseinrichtungen des Kreises diese Arbeit unterstützen!


Hier zu versuchen irgendwelche Haare in der Suppe zu finden, halte ich für menschenunwürdig. Wichtig ist doch erst mal, dass man ihnen die lebensnotwendigen Dinge zur Verfügung stellt, vorrangig irgendwelchen Fragen, wer dazu die Kosten übernimmt.


Vielleicht können Sie ja selbst einen Beitrag dazu leisten, z.B privaten Wohnraum zur Verfügung stellen und vieles mehr! Dr. Finkernagel hat dieses ebenfalls mit dem Aufruf zur Menschlichkeit in seinem Leserbrief vom 18. April untermauert. Schwarze Schafe gibt es überall, diese machen aber nicht die Herde aus! Die Flüchtlinge haben ganz bestimmt keine wirtschaftlichen Interessen. Mit Sicherheit könnten etliche dieser Katastrophen verhindert werden, wenn sich die Politik für die Öffnung der Grenzen verstärkt einsetzen würde.
Hartmut Althaus,
Bad Berleburg-Schwarzenau