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Für HGC-KLiniken zeichnet sich eine Lösung ab

28.04.2010 | 10:18 Uhr
Für HGC-KLiniken zeichnet sich eine Lösung ab

Bad Laasphe. Für die Zukunft der ins Trudeln geratenen HGC-KLiniken in Bad Laasphe zeichnet sich offenbar eine Lösung ab. Den Gläubigern soll am 7. Mai ein Vorschlag unterbreitet werden, wie die insolvente Reha-Einrichtung wieder auf eine finanziell gesunde Basis gestellt werden kann.

Wie es aussieht, beteiligt sich mit Rainer Räsch ein kompetenter Manager aus der Branche zu 50 Prozent an Emmaburg- und Schlossberg-Klinik; laut der Kölner Insolvenzverwalterin Dr. Sabine Feuerborn „eine Persönlichkeit, die in zahlreichen leitenden Funktionen einer Reha-Kette tätig ist”.

Räsch plant Beteiligung

Laut Handelsregister war Räsch bis vor zwei Jahren Geschäftsführer bei dem Frankfurter Unternehmen ProjectCare GmbH, das laut Internetauftritt auf die Realisierung von Projekten im Bereich von Senioren- und Pflegeeinrichtungen spezialisiert ist. Außerdem ist die ProjectCare nach eigenen Angaben in der stationären Patientenversorgung, wie zum Beispiel Reha-Kliniken, engagiert.

Herberhold hält weiter 50 Prozent der Anteile

Der bisherige HGC-Inhaber Dr. Dietmar Herberhold hält nach dem aktuellen Konzept weiterhin 50 Prozent der Anteile. Dr. Feuerborn über die Chancen des Plans: „Wenn überhaupt, dann geht es nur so.” Wichtige Nachricht für die in den letzten Monaten arg gebeutelten Beschäftigten: Das Personal soll komplett übernommen werden.

Keine weiteren Mitbieter

Vom Tisch ist offenbar das Angebot der Deutschen Klinikunion, die noch im März Interesse signalisiert hatte. Aus dem Rennen sind nach Informationen unserer Zeitung auch die Median Kliniken mit Sitz in Berlin sowie der privat geführte Osnabrücker Reha- und Klinikkonzern Paracelsus. Beide hatten angeblich Bad Laasphe für Verhandlungen besucht. Für die Median sowie für die deutsche Kliniken GmbH sei der zeitliche Druck wegen der Plan-Insolvenz zu hoch für einen Einstieg gewesen, hieß es. Unterdes steht das Angebot von Kreis und Stadt weiterhin, sich für eine Landesbürgschaft stark zu machen. Bei den zurzeit günstigen Prognosen könnten auch hier Gelder im Sinne des Klinik-Standortes Bad Laasphe fließen.

Für den morgigen Donnerstag hat die Geschäftsführung der HGC-Kliniken eine Pressekonferenz anberaumt, in der Einzelheiten über die weitere Entwicklung vorgestellt werden dürften.

Peter Lehmann

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