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Friedhelm Becker gibt Vorsitz an Walter Mengel ab

14.03.2010 | 14:48 Uhr
Friedhelm Becker gibt Vorsitz an Walter Mengel ab

Bad Laasphe. Walter Mengel ist neuer erster Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Bad Laasphe. Der 50-Jährige tritt die Nachfolge von Friedrich-Wilhelm Becker an.

Mengel, der Verwaltung, Jura und Politik studiert hat und nunmehr in einem Kunststoff verarbeitenden Unternehmen für Extrusion und EDV zuständig ist, freute sich auf die neue Herausforderung und hoffte, „dass wir intern stets kontrovers diskutieren, um damit gemeinsame Erfolge feiern zu können”. Erfolge, mit denen die SPD im vergangenen Jahr nicht uneingeschränkt gesegnet war, wie Friedrich-Wilhelm Becker in seinem Jahresbericht konstatierte.

Schon bei den Wahlen zum Europaparlament, die auch in Wittgenstein von erschreckend geringer Wahlbeteiligung gekennzeichnet waren, sei es letztlich nicht gelungen, die Anhänger zu mobilisieren. Viele Wähler seien sich der enormen Entscheidungsbefugnis der Europäischen Union noch immer nicht bewusst. Die parteiinterne „Vertrauenskrise” habe jedoch ihren traurigen Höhepunkt bei den Bundestagswahlen im September gefunden: „Das war ohne Zweifel ein niederschmetterndes Ergebnis”, so Becker.

Bürgermeister-Kandidaten durchgebracht

Mit ungleich größerem Erfolg war dagegen die Kommunalwahl verbunden. Dort seien alle Ziele erreicht worden: „Wir konnten unseren sozialdemokratischen Bürgermeister-Kandidaten Dr. Torsten Spillmann in Bad Laasphe durchsetzen und sind außerdem im Kreistag exzellent aufgestellt”, zeigte sich Becker zufrieden.

Für die kommenden Monate verfolgt der Stadtverband einige Ziele, die dem Vorstand besonders am Herzen liegen. So besteht ein klares Bestreben darin, dem momentan nicht ausgeführten Posten eines Ortsvorstehers der Kernstadt Bad Laasphe zu einer Renaissance zu verhelfen. Zur Orientierung diene diesbezüglich das Bad Berleburger Vorbild. „Dort sieht man, dass ein solches Amt von erheblicher Bedeutung ist”, so Becker. Damit gehe vor allem eine Entlastung des Bürgermeisters einher. In den internen Planungen ist Frank Müller für das mögliche Amt des Kernstadt-Ortsvorstehers vorgesehen.

Genossen haben Alternative zur V7-Variante

Ein weiteres strittiges Thema sei die geplante Ortsumgehung, die Trasse der Variante 7, deren Plan in dieser Form „ohne den Willen der hiesigen Bevölkerung gefasst wurde”, wie Becker kritisch bemerkte. Der SPD-Stadtverband bezweifle deren entlastende Wirkung für die Stadt und habe bereits nachgewiesen, dass es eine bessere Alternative als die der Planungsbehörde gebe. Vor allem müsse die Trasse ökologisch optimiert werden, damit der - letztlich unvermeidbare - Eingriff in die Natur in Grenzen gehalten werden könne. Auch solle beim Bau der Trasse die Rolle des Industrieparks in Schameder bedacht werden. Dort sei zweifellos mehr Ziel- und Quellverkehr vorhanden.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde außerdem der SPD-Landtagskandidat vorgestellt. Der in Burbach wohnhafte Falk Heinrichs verwies auf den richtungweisenden Charakter dieser Wahl. Vor allem gehe es ihm im Zeichen des demographischen Wandels, hoher Arbeitslosigkeit und trotz knapper knapper Kassen um den Faktor Bildung, den es in den Fokus zu rücken gelte.

Christel Rother bleibt Schriftführerin

Die Vorstandswahlen brachten neben dem Wechsel an der Spitze des Stadtverbandes folgende Resultate: Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Walter Bohner und Mario Rösler gewählt. Das Amt der Schriftführerin übt weiterhin Christel Rother aus. Kassenwart bleibt der seit Jahrzehnten in diesem Posten aktive Gerhard Anspach. Neue Beisitzer sind Heinrich Hirsch, Marco Bald, Mike Hobrath, Stephan Hochdörffer, Christoph Thee, Patricia Schäfer, Dirk Hartisch, Anneliese Hofmann und Paul Messerschmidt.

Patrick Kohlberger

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