Fremde Pflanzen auf Baustellen

Siegen-Wittgenstein..  Immer mehr Menschen und Waren reisen täglich rund um den Globus. Mit dem globalen Austausch von Waren werden auch Pflanzen und Tiere über weite Strecken in Gebiete gebracht, in denen sie ursprünglich nicht heimisch sind. Viele heimische Pflanzen bekommen so Probleme, da sie oft von den sogenannten Neophyten verdrängt werden. Neophyten sind wildwachsende Pflanzenarten, die durch den Menschen nach Deutschland gebracht wurden – beabsichtigt oder unbeabsichtigt. Im Umweltschutz werden die gebietsfremden Arten als invasiv bezeichnet, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope haben. Nach der Lebensraumzerstörung gelten invasive Arten im Bereich des Naturschutzes weltweit als zweitgrößte Gefährdung der biologischen Vielfalt.

Broschüre anfordern

Vor diesem Hintergrund hat die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein eine Broschüre mit dem Titel „Invasive Neophyten auf Baustellen. Finanzielle Risiken vermeiden! Vorsorge betreiben! – Handlungsleitlinien für Projektträger, Bauverwaltungen, Planer und Bauunternehmen“ erstellt. Darin wird nicht nur auf die Gefahren, die Neophyten für die heimische Fauna bedeuten, hingewiesen, sondern auch darauf, welche hohen Kosten bei Bauprojekten entstehen können, wenn bestimmte Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen nicht ergriffen werden.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden genauso erläutert wie die Verbreitung der Neophyten. Zusätzlich werden die Arten vorgestellt, die am häufigsten auf Baustellen Probleme verursachen. Natürlich werden auch die Leitlinien zum Umgang mit Neophyten bei Bauvorhaben dargestellt. Genannt werden vorbeugende Maßnahmen, Sofortmaßnahmen und die folgende Kontrolle. Abschließend wird auf das Risiko des Bauausführenden bei Nichtbeachtung nach dem Verursacherprinzip hingewiesen. Auch weiterführende Links sind angegeben.