Freiwilligen Einsatz von Rettungskräften stärker würdigen

Wittgenstein..  Das Land NRW will die Einsatzbereitschaft seiner Feuerwehrleute und Katastrophenschutzhelfer stärker als bisher würdigen. Dazu hat Innenminister Ralf Jäger das „Gesetz über die Stiftung von Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen“ weiterentwickelt. Der stellv. Kreisbrandmeister Dirk Höbener, zugleich Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Laasphe, unterstützt diesen Gedanken. „Wir müssen die belohnen, die sich in den Dienst der Sache stellen“, sagt Höbener.

Erstmalig können nach dem geänderten Gesetz außergewöhnliche, solidarische Hilfeleistungen aller Einsatzkräfte gewürdigt werden. Besonders wenn es Katastrophen oder sehr große Schadenslagen in Nordrhein-Westfalen zu bewältigen gibt, sind die Rettungskräfte von unschätzbarem Wert. Sie können in Zukunft durch den Innenminister mit der neuen Feuer- und Katastrophenschutzmedaille geehrt werden. „Naturereignisse wie Hochwasser, Erdbeben oder Unwetter, die große Schäden hinterlassen, sind nur mit einer groß angelegten, überörtlichen und solidarischen Hilfe zu bewältigen. Das verdient unsere Anerkennung“, meinte der Innenminister.

Durch das modernisierte Gesetz werden Verdienste aus dem Brand- und Katastrophenschutz zusammengeführt. Damit werden zwei unterschiedliche Bereiche der Gefahrenabwehr nun einheitlich gewürdigt. Für Feuerwehren und im Katastrophenschutz helfende Organisationen soll es damit erstmalig ein Ehrenzeichen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild geben.

Helfer nehmen manchmal Urlaub

Auch für den stellv. Kreisbrandmeister Dirk Höbener ist es wichtig, über die bereits bestehenden Auszeichnungen für langjährige Dienstzeiten in der Feuerwehr – wie das Feuerwehrehrenzeichen in Silber und Gold – auch besondere Einsatzbereitschaft zu belohnen. „Der Katas­trophenschutz geht ja über den normalen Feuerwehrdienst hinaus und verlangt auch zusätzliche Ausbildungen“, erläutert Höbener. Wichtig sei dies auch im Zusammenhang mit den freiwilligen Feuerwehren. „Wenn wir bei einem Oderhochwasser im Osten helfen, ist das etwas ganz anderes als wenn es hier vor Ort brennt.“ Die Helfer müssten dafür nicht selten Urlaub nehmen, weil sie außerhalb ihres eigentlichen Zuständigkeitsbereiches helfen wollen. Solches Engagement will im Falle der Freiwilligen Feuerwehren auch mit Arbeitgebern abgestimmt sein.

Land Hessen vergibt Medaillen

Höbener weiß, dass das benachbarte Land Hessen Helfer nach Katastrophenschutzeinsätzen regelmäßig entsprechende Medaillen vergibt. „Diese öffentlichen Auszeichnungen sind wichtig als Wertschätzung der geleisteten Arbeit“, sagt Höbener.