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Verkehrsdelikt

Flucht vor Kontrolle endet mit Totalschäden

23.01.2015 | 07:00 Uhr
Flucht vor Kontrolle endet mit Totalschäden
Die Verfolgungsjagd der Polizei endete in einem Waldgebiet am "Grünewald" mit zwei Totalschäden. Sowohl der Streifenwagen als auch das Fahrzeug des Geflüchteten mussten abgeschleppt werden.Foto: Matthias Böhl

Berghausen.  Ein Flüchtiger ohne Führerschein fährt in der Nähe der „Grünewald“-Kurve zwischen Berghausen und Aue in den Wald und rammt versehentlich einen Streifenwagen der Polizei.

Spektakuläres Ende einer geplanten Kontrolle am Donnerstagmittag in einem Waldstück in der Nähe der „Grünewald“-Kurve zwischen Berghausen und Aue. Ein demolierter Streifenwagen und das total beschädigte Fahrzeug des Geflüchteten sind die Folge eines Ausrasters eines Mannes (58) aus einem Bad Berleburger Stadtteil.

Fahrer im roten Mercedes erkannt

Als eine Streifenwagenbesatzung der Bad Berleburger Wache gegen kurz vor 12 Uhr auf der L 553 in Höhe Grünewald in Richtung Aue routinemäßig unterwegs war, kam ihr ein roter Mercedes Benz entgegen, der kontrolliert werden sollte und plötzlich offenbar das Weite suchen wollte. Die Beamten stoppten ihren Wagen, drehten und fuhren dem Benz hinterher, denn ihnen war beim Anblick von Fahrzeug und Kennzeichen sofort klar, dass der Mann am Steuer derzeit keinen gültigen Führerschein hat.

Plötzlich nach links abgebogen

In schneller Fahrt fuhr der Wittgensteiner in Richtung Berghausen, um wenige Meter hinter der Gaststätte Jagdhof Grünewald nach links in einen geschotterten Forstweg abzubiegen, der zunächst in ein steiles Waldstück und letztlich bis in die Trufte führt.

Doch die Beamten der Bad Berleburger Wache blieben dran. Dann stoppte der 58-Jährige unvermittelt und rollte auf der abschüssigen Strecke zurück. Hat er den hinter ihm fahrenden Streifenwagen etwa nicht bemerkt? Wollte er absichtlich einen Unfall herbeiführen? Die Fragen konnten von der Polizei vor Ort nicht beantwortet werden. Jedenfalls krachte es im Wald ganz ordentlich, und der Streifenwagen rutschte zurück kam an einem Böschungsufer zum Stehen. Der Aufprall war derart heftig, dass rote Lackspuren des verursachenden Benz deutlich am Polizeifahrzeug zu sehen waren.

Mitfahrerin musste zur Wache

Zum Glück blieben die beiden Polizeibeamten bei dem Aufprall unverletzt und konnten den 58-Jährigen beruhigen. Eine Mitfahrerin, die im Benz auf der Rückbank gesessen hatte, wurde anschließend zur Bad Berleburger Polizeiwache gebracht.

Der Pkw-Fahrer verletzte sich bei seinem waghalsigen Manöver und wurde mit dem DRK-Rettungsdienst zur Behandlung ins Helios-Krankenhaus nach Bad Berleburg gebracht.

Sachschaden liegt bei 15 000 Euro

In dem Waldstück, oberhalb der L 553 mussten Beamten der Wache Kreuztal den Unfall ihrer Kollegen aufnehmen. Ein übliches Procedere, wenn eine Streifenwagenbesatzung in einen Unfall verwickelt wird. Die dann erforderliche Unfallaufnahme muss dann von einer anderen Wache erfolgen. Nachdem der verletzte Mann versorgt und abtransportiert worden war und die Unfallaufnahme abgeschlossen war, wurde der Streifenwagen mit einem Abschlepp-Unternehmen nach Siegen gebracht, das Fluchtfahrzeug wurde in Polizeibegleitung zu einer Schrottverwertung in Raumland gefahren. Den Sachschaden gibt die Polizei mit insgesamt 15 000 Euro an. Die beteiligten Polizeibeamten wuren von ihren Kollegen mit einem Reservefahrzeug zurück zur Wache gebracht.

Matthias Böhl

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2015-01-23 07:00
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