Firma aus Zypern kauft Hotel
20.02.2012 | 14:54 Uhr 2012-02-20T14:54:00+0100
Bad Laasphe/ Bad Laasphe/Bad Berleburg.Eine Investorengruppe mit Sitz auf Zypern besitzt seit dem gestrigen Rosenmontag alle Eigentumsanteile am leerstehenden ehemaligen Ramada-Treff-Hotel in Bad Laasphe.
Eine Investorengruppe mit Sitz auf Zypern besitzt seit dem gestrigen Rosenmontag alle Eigentumsanteile am leerstehenden ehemaligen Ramada-Treff-Hotel in Bad Laasphe.
Für insgesamt nur 610 Euro erstand Immobilienverwerter Erich Burkart aus Sinzheim bei einer Zwangsversteigerung am Montag um 11.40 Uhr die letzten vier der insgesamt 86 Eigentumsanteile an dem maroden Komplex am Laaspher Höhenweg. Damit ist das Problem der verschiedenen Besitzverhältnisse gelöst. „Dann können wir einen Deckel drauf machen“, kommentierte auch Justizoberinspektro Markus Rothenpieler die letzte Zwangsversteigerung in der Sache „Ramada“ im Amtsgericht Bad Berleburg.
Nur Kosten des Verfahrens berücksichtigt
Rothenpieler hatte für die vier Anteile, zwei an der Diskothek Penthouse und zwei am Restaurant sehr niedrige Mindestgebote angesetzt: „Die umfassen lediglich die Kosten des Verfahrens, weil der Investitionsstau im Gebäude so groß ist“, erläuterte Rothenpieler auf Nachfrage der Heimatzeitung.
Erich Burkart, der als öffentlich bestellter und vereidigter Versteigerer die Firma „immobilienverwertung.de“ mit Sitz in Sinzheim/Baden Baden betreibt, ist Bevollmächtigter der Käufer-Firma Besotra Limted. Gemeinsam mit dem bisherigen Verwalter der Eigentümergemeinschaft, Herrmann Schatz, war Burkart im Sitzungssaal des Amtsgerichtes Bad Berleburg erschienen. Zumindest Schatz war eine gewisse Anspannung anzumerken, da er nervös mit den Fingern tippte und kaum ruhig sitzen konnte. Diese Anspannung löste sich erst, als die Besotra als einziger Bieter den Zuschlag erhielt.
Ein letztes Problem
Hinter diesem Firmennamen verberge sich eine „Investorengruppe“ mit Sitz in Nikosia Zypern, so Erich Burkart. Die Frage, was die Investoren nun mit dem Gebäude machen werden, wehrte Burkart während der laufenden Bieterfrist ab. „Erst müssen wir alles in trockenen Tüchern haben“, sagt der Bevollmächtigte. Nachdem die Besotra den Zuschlag erhalten hatte, ließ er sich zum letzten noch ausstehenden Problem ein: „Uns fehlen in vier Fällen noch die Lastenfreistellungen“, so Burkart. Ursprünglich habe er damit bereits Ende 2011 gerechnet. Wenn diese erreicht sei, werde die Investorengruppe bekannt geben, was sie mit dem Hotel machen wolle, so Burkart zur Heimatzeitung.
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