Feuerwehren im Baumräum-Einsatz
02.03.2008 | 18:10 Uhr 2008-03-02T18:10:02+0100Wittgenstein. (mb) Sturmtief "Emma" ist am frühen Samstagmorgen wie angekündigt über Wittgenstein hinweggefegt. Ganz große Schäden sind zwar ausgeblieben, dennoch musste die Feuerwehr im Altkreis eine Vielzahl von Einsätzen bewältigen. ...
... Vielerorts waren Bäume umgestürzt und blockierten die Straßen.
Den Anfang machte schon mitten in der Nacht die Feuerwehr Erndtebrück. "Wir waren gegen viertel vor eins das erste Mal unterwegs und mussten einen Baum auf der Strecke Richtung Zinse wegschneiden", erklärte Heinrich Hoffmann, Zugführer vom Löschzug 1. Mit voller Härte traf der Sturm Wittgenstein aber erst am frühen Morgen. Gegen sechs Uhr wurden die Löschgruppen vermehrt alarmiert. So mussten die Bad Laaspher Kräfte auf die Banfetalstraße ausrücken und Bäume beseitigen, die Löschgruppe Schüllar-Wemlighausen war auf der B 480 bei Schüllar im Einsatz, weil einige Fichten umgefallen waren.
Dramatisch war die Situation rund um den Laibach. Dort waren Pkw-Fahrer zwischen umgestürzten Bäumen eingeschlossen. Einer der Pkw-Fahrer wollte zwar seine Motorsäge mit zur Arbeit nehmen, hatte sie jedoch vergessen und musste sich so auch den Weg von der Feuerwehr bahnen lassen.
Inzwischen hatte die Rettungsleitstelle in Siegen reagiert und Meldeköpfe in den Feuerwehrhäusern einrichten lassen. Von dort aus wurden die Einsätze koordiniert, sodass die Leitstelle entlastet wurde. Im Raum Bad Berleburg waren mittlerweile Einsätze im Minutentakt abzuarbeiten. So war die Straße vom Laibach in Richtung Schwarzenau blockiert, das Altmühlbachtal von Berghausen in Richtung Rinthe, das Harfeld, die Strecke von Richstein in Richtung Didoll, die B 480 in Richtung Albrechtsplatz.
In einigen Bereichen waren Bäume auf Stromleitungen gefallen, sodass man erst auf RWE-Mitabeiter warten musste. So war in Wingeshausen "Im Christseifen" ein Baum auf ein Auto und eine Stromleitung gefallen.
Die Erndtebrücker Wehr hatte ab 7.30 Uhr einen Meldekopf im Gerätehaus gebildet und musste in Richtung Zinse, zum Bunker, zur Radaranlage und in Richtung Rüspe ausrücken. Einen weiteren Einsatz gab es für die rund 40 eingesetzten Feuerwehrleute im Bereich Pulverwald.
In Bad Laasphe war der Meldekopf seit sechs Uhr besetzt und die rund 60 Kameraden der Löschzüge mussten insgesamt 22 Mal zu Sturmeinsätzen im gesamten Gebiet ausrücken. Dabei blieb es überall bei dem üblichen "Baum auf Straße", nur in Feudingen sei ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt, so die Auskunft der Bad Laaspher Feuerwehr.
Aktuell sind nach Angaben der Polizei immer noch einige Straßen in Wittgenstein gesperrt. Die Verbindung von Laibach nach Schwarzenau, das Didoll in Richtung Puderbach und die "Bracht" bei Richstein sollen erst heute freigeschnitten werden, da dort das Verkehrsaufkommen eher gering ist.
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