Feuerwehr rettet Lehrer vom Dachboden

Aus schwindelerregender Höhe werden Lehrer Rainer Nohn und Hausmeister Carsten Frettlöh mit der Drehleiter der Bad Berleburger Feuerwehr „gerettet“.
Aus schwindelerregender Höhe werden Lehrer Rainer Nohn und Hausmeister Carsten Frettlöh mit der Drehleiter der Bad Berleburger Feuerwehr „gerettet“.
Foto: Ute Schlapbach
Was wir bereits wissen
Viele Schaulustige beobachteten die Aktion auf dem Gelände der Grundschule in Schüllar-Wemlighausen. Die Übung war dort Teil der Projekttage „Feuerwehr – Brandschutz“.

Schüllar-Wemlighausen..  Das Treppenhaus im Altbau brennt. Hausmeister Carsten Frettlöh und Lehrer Rainer Nohn ist der Rückweg vom Dachboden, wo sie etwas holen wollten, abgeschnitten. Dritter Stock – zum Springen eindeutig zu hoch. Da kann nur noch die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter helfen.

Dieses Szenario spielte sich im wahrsten Sinne des Wortes am Freitagnachmittag auf dem Lehrerparkplatz der Grundschule „Im Odeborntal“ ab und war für viele Gäste sicher der Höhepunkt des Abschlussfestes zu den Projekttagen „Feuerwehr – Brandschutz“.

Schüler interviewen Jugendwart

Wie vielseitig die Aufgaben der Feuerwehrkameraden sind, konnten die Klassen 1 bis 4 an drei Tagen an den Stationen „Brandschutz-Erziehung“, „Technik der Feuerwehr“, „Notruf absetzen“ und „Atemschutz“ lernen. Auch Besuche der Feuerwehr-Häuser standen an. Da durfte der Feuerwehr-Nachwuchs selbst aktiv werden, Fahrzeuge inspizieren, Leitungen legen, pumpen und „löschen“. Beim Präsentationstag bewiesen die Kameraden nochmals ihr Können. Ein Löschangriff, eine Fettexplosion und Experimente zum Thema Brandschutz wurden durchgeführt. Nach dem Motto „Nur nichts anbrennen lassen“ starteten Drittklässlerinnen mit Interview-Fragen an den Jugendwart der Feuerwehr, Mario Schuppener, in den Nachmittag. Auch konnten die Besucher sich das Rauchmeldehaus, Fotos und die Schutzkleidung der Feuerwehr anschauen.

„Die Feuerwehrmänner haben zum Teil extra Urlaub genommen“, machte Rainer Nohn seinen Schülern deutlich. „Das muss man ihnen hoch anrechnen.“ Nicht zu vergessen das Engagement von Eltern und Förderverein, dem der Reinerlös des Nachmittags zufließt. Apropos fließen: Eigentlich sollte das Wasser ja nur aus den Rohren kommen, und nicht aus den Wolken. Nichtsdestotrotz fanden zahlreiche Besucher den Weg auf den Schulhof. Und das sei gut so, denn „die Grundschule soll nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein generationenübergreifender Begegnungsort sein“, wünscht sich der kommissarische Schulleiter, UdoKnebel.