Feuersirenen sollen wieder heulen können

Wittenstein..  Es ist zum Heulen! Wir leben im Computer- und Handyzeitalter und doch gibt es im Kreis Siegen-Wittgenstein nach wie vor kein kostengünstiges und vor allem alle Menschen erreichendes Warnsystem für den Katastrophenfall. Deshalb wird die Rückkehr zur guten alten Sirene in Erwägung gezogen.

Zunächst sollen die vorhandenen Sirenen überprüft und wieder in Gang gesetzt werden. Als nächstes müsste die Anschaffung von mobilen Sirenen geprüft werden. Diese könnten in Feuerwehrgerätehäusern untergebracht werden und im Einsatzfall von Feuerwehrleuten bedient werden.

Kreistag befasst sich mit Plänen

In einer CDU-Anfrage für die nächste Kreisausschusssitzung am Freitag, 27. März, hat der Kreis in den Kommunen den Sirenenstatus abgefragt. In Bad Berleburg existieren seit 2007 keine aktuellen Aufzeichnungen mehr über die Anzahl und Funktion. In Bad Laasphe gibt es 13 funktionsfähige und regelmäßig gewartete Feuersirenen. In Erndtebrück sind es neun funktionstüchtige. Außerdem wurden die Kosten für eine Ertüchtigung und Umrüstung auf digitalen Empfang geprüft. In Bad Berleburg wäre es 129 000 Euro von denen 40 546 Euro über einen Landeszuschuss abgedeckt wären. In Bad Laasphe 63 000 (21 427 vom Land) und in Erndtebrück 57 000 (11 159 Euro). Im Durchschnitt wurde für alle Sirenen ein Betrag von 3000 Euro pro Anlage angenommen. Verschiedene Systeme wie das SatelittenWarnSystem (SatWaS), das Nachrichtenbänder ins Fernsebild oder Warndurchsagen ins Radioprogramm übermittelt oder KatWarn, dass per SMS oder E-Mail warnen soll, haben sich nicht bewährt, weil sie nicht die gesamte Bevölkerung sicher erreichen.