Fest im Schlosspark macht gelebte Integration sichtbar

Siegen..  Das war eine glückliche Entscheidung, am Samstag erst am Nachmittag in die Feierlichkeiten einzusteigen: Während viele andere Veranstaltungen des Wochenendes morgens unter heftigen Wolkenbrüchen litten, mussten die Besucher des 31. Freundschaftsfestes des Integrationsrates vorwiegend nur ein paar dunkle Wolken ertragen. Und die waren rein wettermäßig bedingt, die Stimmung war schon vor der Eröffnung um 14 Uhr bestens.

Bis dahin hatte sich auch Siegens stellvertretender Bürgermeister Jens Kamieth bereits durch einen ordentlichen Teil der Stände „gearbeitet“, was in der Praxis hieß, er hatte samt Sohn reichlich von den unzähligen Leckereien probiert, die rund um die zentrale Wiese angeboten und auch reichlich verputzt wurden.

Freundschaft, die Frieden schafft

Außerdem ließ sich der Landtagsabgeordnete ausgiebig über die Hintergründe der Menschen an den Ständen informieren. Bis zur Verwirklichung des Mottos „Freundschaft, die Frieden schafft“, sei es sicher noch ein schwieriger Weg, aber Siegen in dieser Hinsicht gut unterwegs, befand der CDU-Politkerr und unterstrich die allgemein gute Atmosphäre in der Universitätsstadt. Wichtig sei es, einerseits einen Zusammenhalt zwischen Einheimischen und Zugewanderten zu schaffen, aber auch unter den verschiedenen Neubürgern. Das alles führe dann zu einer Gemeinschaft, die vorleben könne, wie Freundschaft und Frieden über ethnische Grenzen hinweg möglich sei. Das anhaltend große Interesse am Freundschaftsfest zeige, dass diese Idee in Siegen Unterstützung finde.

Am Samstag waren 39 Vereine, Initiativen, Organisationen und Künstler aus 15 Nationen im Park zu finden und zu erleben, von Aserbaidschan bis Kuba. Jens Kamieth bedauerte, dass in diesem Jahr einige Absagen aus Platzgründen nötig gewesen seien. Aber auch dies zeige den großen Stellenwert der Veranstaltung, die in Siegen freilich nicht die einzige ihrer Art sei. Er verwies unter anderem auf die Menschenkette, die seitens der Initiative „füreinander­stehen“ am 14. August als Ausdruck gelebter Integration in Siegen geplant sei.

Anschließend übernahm die Vorsitzende des Integrationsrates, Pilar Mesa Navarro, das Mikrofon und begrüßte die Anwesenden. Leicht verspätet ging es los mit dem bunten Programm auf der Bühne, mit trommelnden jungen Damen aus dem Jugendtreff Fischbacherberg, die gleich zu Anfang die multinationale Mischung repräsentierten, die heute in den Einrichtungen der Krönchenstadt zum Alltag gehört. Danach traten orientalische und russische Kindertanzgruppen auf, die Tanzschule El Sharq, der Interkulturelle Chor und Benson Mokiwa mit Hip Hop. Auch der runde Tisch der Regligionen war vertreten. Die jüngeren Gäste hatten Spaß mit einer Hüpfburg und bei Mitmachaktionen.