Fast 1200 Euro mehr für Freiberufliche

Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Die Hebamme weiß bestimmt einen guten Rat.
Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Die Hebamme weiß bestimmt einen guten Rat.
Foto: Rita Maurer

Wittgenstein..  Ab heute steigen die Haftpflichtprämien für in der Geburtshilfe tätige, freiberufliche Hebammen von 5090 auf 6274 Euro an – für Beleghebammen, die werdende Mütter in Krankenhäuser begleiten, sogar von 6363 auf 7842 Euro. Der Versicherungsbeitrag für Hebammen ohne Geburtshilfe erhöht sich von 600 auf 740 Euro.

Dagegen erstatten die Krankenkassen 273 Euro für eine Beleggeburt unabhängig von der Dauer, 31,28 Euro für einen Hausbesuch und 6,24 Euro pro Frau im Vorbereitungs- oder Rückbildungskurs. Für eine telefonische Beratung in der Stillzeit werden 5,73 Euro erstattet. Diese Beträge sind jeweils brutto.

Gestiegene Entschädigungen

Grund für die generell sehr hohen Haftpflichtpolicen sind die stark gestiegenen Entschädigungen für Geburtsschäden, die pro Fall derzeit bei rund 2,6 Mio. Euro liegen. Die Zahl der Einzelfälle selbst ist dagegen gesunken.

Die freien Hebammen in den Nachbarländern haben aufgrund anderer politischer Regelungen deutlich günstigere Versicherungsbeiträge für die Geburtshilfe: In der Schweiz bezahlen sie 665 Euro jährlich, in Österreich und den Niederlanden 350 Euro.