Familie Schröer ist erneut Opfer von bösen Gerüchten

Ute und Georg Schröer
Ute und Georg Schröer
Foto: Heiner Lenze

Bad Berleburg..  Es hat solche Ausmaße angenommen, dass Ute und Georg Schröer von einem „geschäftsschädigen Charakter“ sprechen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass dem Betreiber-Ehepaar der Hubertusstube auf eine so tückische Art und Weise zugesetzt wird. Begonnen hat das erneute Streuen von Gerüchten vermutlich Anfang November.

Der oder die Unbekannten haben unter anderem verbreitet, das Lokal an der Schulstraße würde zum Jahresende seine Pforten schließen. Die passenden Begründungen wurden gleich mitgeliefert. Einmal war es der angeblich schlechte Gesundheitszustand von Georg Schröer, einmal hieß es, die beiden wollten zurück ins Sauerland gehen, und auch eine anvisierte Scheidung des Gastronomenehepaars hält sich bis heute tapfer.

Das war wie erwähnt nicht das erste Mal, dass solche Unwahrheiten verbreitet wurden, und der Dampf aus der Gerüchteküche vernebelt leider nicht nur Bad Berleburg. „Wir hatten aus vielen Ortsteilen sowie aus Bad Laasphe oder Siegen Anfragen, ob wir unser Restaurant schließen wollen.“ Ein Gast rief an und fragte, ob er nächstes Jahr noch die Konfirmation bei uns feiern kann“, ergänzt Ute Schröer.

Anrufbeantworter abgehört

Voll war das Maß allerdings, als die beiden am Montag aus dem Urlaub zurück kehrten und den Anrufbeantworter abhörten. Da äußerte sich ein Gast lautstark, sein Gutschein könne möglicherweise verfallen. Regelmäßig angesprochen werden auch die Mitarbeiter: „Habt ihr schon einen neuen Arbeitsplatz?“, ist das noch das Harmloseste. Mit einer Zeitungsanzeige haben die Beiden den üblen Gerüchten versucht gegenzusteuern. Die Ankündigung, nach dem Betriebsurlaub am 7. Januar wieder zu öffnen, muss wohl irgendwie untergegangen sein. Es ging weiter.

Buchungen über das Internet

Zuvor gab es auch Buchungen über das Internet. Die Gäste sind dann einfach nicht in der Hubertusstube aufgetaucht. War das auch Absicht? Die Schröers stellen klar: Sie sind fast 40 Jahre hier, im Jahr 1993 haben sie die beliebte Gastronomie übernommen, und sie denken nicht daran, das Restaurant an einen Dritten zu verpachten. Zudem fühlt sich Georg Schröer gesundheitlich fit, und die Sache mit der angeblichen Scheidung muss hier nicht noch diskutiert werden. Georg und Ute Schröer haben sich schon lange Gedanken gemacht, wer hinter diesen Kampagnen steht, die meistens in der Vorweihnachtszeit starten. Dass möglicherweise ein Kollege dahinter steckt, daran glaubt keiner. „Wir tun uns doch nicht weh“, sagt Georg Schröer, der auf das gastronomische Angebot vor Ort verweist, das kaum Überschneidungen aufweist.“ Außerdem hat er 14 Jahre dem Berleburger Wirteverein vorgestanden.

Auch Brauerei informiert

„Ich weiß nicht, was für eine Motivation dahinter steckt“, so seine ratlose Ehefrau. Auch Thomas Knebel ist über diesen Fall informiert worden. Der Repräsentant der Krombacher Brauerei vermutet, dass diese äußerst geschäftsschädigen Gerüchte mit einiger Wahrscheinlichkeit „in einem größeren Kreis gezielt gestreut wurden“. Das macht die Ermittlung des Urhebers nicht einfacher, könnte aber den schnellen Verbreitungsgrad erklären. Mit dieser Klarstellung hoffen die beiden, dass das Einzige, was jetzt noch im Erdgeschoss der Schulstraße 27 dampft, der Herd der Hubertusstube ist – und nicht die Berleburger Gerüchteküche.