„Färjer“ wollen ihre Goldmedaille verteidigen

Feudingen zukunftsfähig und mitten im Grünen: Von diesem Aussichtspunkt in der Nähe des Ehrenmals schaut man auf die idyllische Lage des Ortes. Der hat neben Natur aber auch Arbeitsplätze und Geschäfte zu bieten.
Feudingen zukunftsfähig und mitten im Grünen: Von diesem Aussichtspunkt in der Nähe des Ehrenmals schaut man auf die idyllische Lage des Ortes. Der hat neben Natur aber auch Arbeitsplätze und Geschäfte zu bieten.
Foto: WP

Feudingen..  Feudingen ist Gold. Das, was die „Färjer“ beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ganz nach vorne gebracht hat, soll auch die Bewertungskommission des Landeswettbewerbes überzeugen, wenn Feudingen am kommenden Mittwoch neben Holzhausen und Beienbach als eines von drei Dörfern aus Siegen-Wittgenstein und einziger Vertreter aus dem Altkreis Wittgenstein die heimischen Farben vertritt.

Mit seinen 2300 Einwohnern gehört der zentrale Ort des Oberen Lahntals schon zu den großen Dörfern. Trotzdem bleiben den Feudingern nur gut zwei Stunden, um sich nachhaltig im Gedächtnis der Wertungsrichter festzusetzen. „Wir haben eine halbe Stunde weniger als im Kreiswettbewerb und mussten ein paar Dinge rausnehmen“, erläutert Hans-Hermann Weber. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Feudinger Vereine koordiniert zusammen mit Ortsvorsteher Werner Treude und vielen anderen kreativen Köpfen und tatkräftigen Händen die Präsentation. „Wir wollen das auf so viele Schultern wie möglich verteilen“, so Weber. Der Grund ist nicht allein die Arbeitsteilung. Mit vielen Helfern und Gesichtern will Feudingen auch seine Zukunftsfähigkeit dokumentieren. Der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft ist schließlich einer der wichtigen, weichen Wertungsfaktoren.

Branchenmix und Vereinsleben

Greifbarer sind andere Argumente, mit denen Feudingen sicher punkten wird. Es gibt im Ort einen guten Branchenmix aus Industrie, Handwerk und Dienstleistern. Die Infrastruktur ist wichtig: „Wir sind mit unseren Geschäften, Ärzten und der Apotheke das Zentrum des oberen Lahntals.“ Unabhängig von Arbeitsplätzen, Sportvereinen, Grundschule und Kindergarten hat Feudingen hier aber auch noch eine weitere Trumpfkarte: Intakte Natur, gepflegte Wanderwege für Fußgänger und Radfahrer sollen auch die Bewerbung um einen Sonderpreis in der Kategorie Touristik stützen. Dazu kommen auch die Hotels.

Feudingen ist an dritter Stelle

Weitere Punkte will Feudingen mit der Blick für Probleme der Zukunft und demographischem Wandel sammeln. Das Leerstandsproblem wird nicht nur im „Labor Wittgenstein Wandel“ und als Teil der Leader-Region Wittgenstein angepackt, sondern auch durch Gründer. So hat ein Fahrradladen in einer ehemaligen Apotheke eröffnet und zwei Handwerker sind in das leerstehende Paulusheim der Evangelischen Gemeinschaft eingezogen.

Jetzt fehlt am kommenden Mittwoch nur noch schönes Wetter und eine große Schar Feudinger, die die Bewertungskommission begleitet. Aber dafür stehen die Zeichen gut, denn die Wittgensteiner Ortschaft ist erst am Nachmittag als letzte der drei auf der Tagesordnung der Wertungsrichter.