Explosion schreckt Alertshausen auf
02.01.2009 | 15:46 Uhr 2009-01-02T15:46:00+0100Alertshausen. Der Schock sitzt tief. Der 66-jährige Rentner Peter Krause aus Alertshausen wäre am Neujahrstag fast von einer Stahlplatte erschlagen worden.
Der Grund: Eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatte eine Rohrbombe gebaut und diese am Neujahrstag gegen 13.45 Uhr gezündet. Detonantion und Druckwelle erschütterten das Dorf. "Eine solche Explosion habe ich nicht einmal als Richtschütze auf eine Panzer bei der Bundeswehr erlebt", berichtete Peter Krause der WR. Von dem Knall aufgeschreckt war der Rentner vor sein Haus im Alertshäuser Schwarzbachtal gelaufen, um zu sehen was passiert war.
Auf der Straße schlug dann ein paar Meter neben ihm eine gut eineinhalb Kilogramm schwere Stalplatte auf der Straße auf und flog über Krause hinweg auf eine Wiese. Von dem Schock hat sich der Rentner noch immer nicht erholt und seine krankheitsbedingte Atemnot macht ihm jetzt noch mehr zuschaffen.
Krause rief sofort die Polizei, die dann auch die Ursache für die Explosion herausfand. Ein Gruppe von Jugendlichen melde sich bei den Beamten und gab zu, aus zwei Stahlplatten und einem 18 Zentimeter hohen Rohr eine Bombe geschweißt und mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern gefüllt zu haben.
Welche enorme Sprengkraft diese Bombe haben würde, müssen die Jugendlichen aber unterschätzt haben. Sie hatten den Sprengsatz mit einer langen Zündschnur zur Explosion gebracht. Dabei hatte sich der Stahldeckel gelöst und war mehrere hundert Meter weit durch das Tal geflogen - bis vor das Haus von Peter Krause.
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