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Waldkindergarten

Erziehungsmethoden aus dem Wald

15.08.2012 | 20:00 Uhr
Erziehungsmethoden aus dem Wald
Sich gemeinsam die Hände schmutzig machen. Im Waldkindergarten gehört das Spielen mit Dingen aus der Natur zum pädagogischen Konzept.

Wemlighausen.   Seit Mittwoch verbringen acht Kinder aus der Kindertagseinrichtung „Senfkorn“ rund vier Stunden täglich zwischen Bäumen. Die pädagogische Arbeit in der Waldkindergartengruppe soll eine Alternative zur traditionellen Betreuung bieten.

„Miteinander essen, das kann so schön sein,“ hallt es durch den Wald über Wemlighausen. Frühstückspause in der Waldkindergarten-Gruppe. Nach dem Gesang zwitschern die Vögel. Sonst herrscht Stille. Nur kurz wird diese Idylle unterbrochen, als der kleine Tom einen weiteren Frühstücksgast entdeckt. „Da läuft eine Spinne“, ruft er laut, stört sich nicht daran und konzentriert sich wieder auf seine Butterbrotsdose. Waldkindergarten bedeutet eben Natur pur.

Seit gestern verbringen acht Kinder aus der Kindertagseinrichtung „Senfkorn“ rund vier Stunden täglich zwischen den Bäumen. Das neue pädagogische Konzept soll eine Alternative zur traditionellen Betreuung bieten.

Der erste Tag in der freien Natur war für die kleinen Abenteurer ein spannendes Erlebnis. Auch für Pia Lückel. Mit zweieinhalb Jahren ist sie das jüngste Mitglied der Gruppe. Für sie ist der Wald eine Mischung aus Klettergarten und Fundgrube - hinter jedem Fichtenzapfen verbirgt sich etwas Interessantes. Mutter Heidi Haswell-Lückel ist froh, dass ihre Tochter zur Waldkindergarten-Gruppe gehört. „Die Kinder sind viel an der frischen Luft und können sich ganz viel bewegen“, erklärt sie. Und noch etwas ist ihr aufgefallen: „Hier in der Gruppe ist ein großer Zusammenhalt.“ Tatsächlich: Obwohl sich viele der Kinder noch nicht lang kennen, helfen sie einander. Klettern und Toben machen gemeinsam eben einfach mehr Spaß.

Von Stephan Happel



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