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Erndtebrücker Schützen steigen in Verbandsliga auf

13.05.2010 | 09:45 Uhr

Erndtebrück. Das Luftgewehr-Team des Erndtebrücker Schießvereins hat den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt: 3 787 Ringe aus zwei Durchgängen reichten für Platz 4 in der Relegation im Landesleistungszentrum in Dortmund und damit auch für den umjubelten Aufstieg in die Verbandsliga.

„So etwas hat es bisher noch nie in Wittgenstein gegeben”, freute sich der überglückliche Vorsitzende Günter Schmidt. Einen Schnitt von 380 in beiden Durchgängen hätte reichen sollen, hatte Betreuer Harald Schlabach im Vorfeld ausgerechnet. Nach der ersten Runde mit je 40 Schuss lag das Team im Plan, mit 1 902 Ringen sogar zwei Ringe über dem Soll. Fünf der neun Teams qualifizierten sich für die Verbandsliga - der Vorsprung der Erndtebrücker auf den 6. Platz war schon 32 Ringe groß.

Denise Schlabach überragend

Im zweiten Durchgang hielten die fünf Teammitglieder den vierten Rang, wenn auch der Vorsprung etwas kleiner wurde. Dennoch feierten die Erndtebrücker Fans ihre Mannschaft mit Denise Schlabach, Hanna Berretz, Beate Heesen, Ann-Christin Dietrich und Andre Haschke. Nach 1 902 Ringen im ersten Durchgang machten die fünf Erndtebrücker den Aufstieg mit 1 885 Ringen in der zweiten Runde perfekt. Herausragend waren die Ergebnisse von Denise Schlabach, die 386 und 389 Ringe erzielte.

Auch die Zweite steigt wohl auf

„Wir sind stolz auf unsere Mannschaften”, sagte Günter Schmidt bei der Aufstiegsfeier am „Fuchsrain”, wo dem Team ein gebührender Empfang bereitet wurde. Das Lob des Vorsitzenden galt nicht nur der 1. Mannschaft und deren Ersatzleuten, sondern auch der 2. Mannschaft, die ebenso Meister in ihrer Klasse geworden war und nun wohl in der Bezirksliga schießen darf.

Der doppelten Meisterschaft für den Schießverein Erndtebrück folgt nun also der doppelte Aufstieg. Kein Wunder, dass der Vorsitzende des Schützenkreises, Thomas Roth, euphorisch erklärte: „Das war ein Super-Schützen-Wochenende.” Dabei bezog er auch den zeitgleichen Aufstieg der Luftpistolen-Mannschaft der SSG Müsse ein: „In zwei olympischen Disziplinen sind wir auf Westfalen-Ebene vertreten - das ist fantastisch.”

Neue Dimension erreicht

Ganz besonders am Herzen lag Günter Schmidt, dass der Schießverein die beiden Aufstiege mit eigenen Nachwuchssportlern geschafft hat. „Der Schießverein hat es sich zum Ziel gesetzt, den Schießsport weiter nach vorne zu bringen.” Nun habe der SV eine ganz neue Dimension erreicht. „Da steigen natürlich die Kosten”, weiß Günter Schmidt, der deshalb nun auf Sponsorensuche geht. Er hofft auf Unterstützung, denn für die Wettkämpfe der Verbandsliga werden die Erndtebrücker demnächst größere Strecken zurücklegen müssen.

Guter Dinge war Schmidt bereits am Sonntagabend, was den Klassenverbleib in der höheren Liga angeht: „Da haben wir gute Chancen. Vielleicht packen wir ja den Durchmarsch.”

Redaktion

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