Ermäßigungen mit der Wittgenstein Card

Bad Berleburg..  Es könnte ein großer Wurf werden, bei dem die beteiligten Kommunen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zumindest ist es aber ein erster Schritt zur Wittgensteiner Zusammenarbeit in Sachen Tourismus. Die beiden größeren Kommunen im Altkreis wollen bei der Einführung der elektronischen Gästeanmeldung und der Wittgenstein Card zusammenarbeiten. Schon im zweiten Quartal soll die eingeführt werden und den Gästen der beiden Städte einige Vorteile bieten. Eine erste Schulung für die Mitarbeiter in den Steuerämtern und Kämmereien der Kommunen ist bereits erfolgt. Die Schulung für die Bettenanbieter soll ab Mitte März erfolgen.

Einfacheres Meldewesen

Grundgedanke war, so Regina Linde von der Stadt Bad Berleburg, Kurtaxe und Meldewesen der beiden Kommunen zu vereinfachen. Das elektronische Meldeschein-System soll die Erhebung der Kurtaxe sowohl für die Kommunen als auch für die Beherbergungsbetriebe leichter machen. „Wenn wir das schon einführen, dann ist es naheliegend, auch gleich eine Kurkarte mit anzubieten“, nennt Regina Linde die Vorüberlegungen, die zunächst mal jenen Betrieben galten, die in den Kurgebieten der beiden Städte angesiedelt sind.

Allerdings hätten auch andere Betriebe bereits Interesse angemeldet. Denn die Gästekarte soll für deren Inhaber in Einrichtungen Wittgensteins Vergünstigungen bieten. So soll der Schwimmbad-- und Museumsbesuch ebenso preiswerter werden wie der Eintritt in die WisentWildnis. Und an einer Erweiterung des Angebots wird schon gearbeitet. „Vorstellbar sind für uns auch Ermäßigungen im ÖPNV. Entsprechende Gespräche haben wir bereits geführt. Jetzt warten wir auf Rückmeldung“, nennt Berleburgs Pressesprecherin künftiges Potenzial der neuen Karte.

Zunächst einmal werden allerdings Beherbergungsbetriebe im Kurgebiet mit der neuen Karte ausgestattet. Und nur deren Gäste können sie auch nutzen. Wer außerhalb dieses begrenzten Bereichs liegt, bleibt einstweilen im Sinne des Wortes außen vor. Das soll aber in absehbarer Zukunft noch ändern. Andere Gasthäuser und Pensionen sollen auf Wunsch auch eingebunden werden, müssten dann allerdings auch die Kurtaxe zahlen.

Im Sauerland schon lange

Wohl auch wegen dieser Koppelung ist Erndtebrück einstweilen bei der Wittgenstein Card noch nicht einbezogen. Denn die Ederkommune hat bekanntlich gar kein Kurgebiet. Gleichwohl kann sich Regina Linde vorstellen, dass die Card zu einem künftigen Zeitpunkt auch eine Option für Erndtebrück sein könnte. „Denn dort gibt es ja schließlich auch Beherbergungsbetriebe.“

Die Idee der Wittgenstein Card ist übrigens nicht neu. Im benachbarten Schmallenberg und der Ferienwelt Winterberg wird den Gästen bereits seit 2008 eine SauerlandCard geboten, die Ermäßigungen beim Eintritt in Freizeitparks, Erlebnisbäder und Museen beinhaltet. Mit ihr können die Touristen sogar kostenlos per Bus und Bahn durch die gesamte Region fahren.