Erfahrener Energieversorger an der Seite der Stadt Bad Laasphe

Im Bild von links: Christian Hibblen,
Im Bild von links: Christian Hibblen,
Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Laasphe..  Das Projekt „Altstadtkraft - Energie unterm Pflasterstein“ ist auf die Zielgerade eingebogen. Als Siegerin des Landeswettbewerbes und Modellkommune für ein nachhaltiges Energiekonzept geht die Stadt Bad Laasphe einen weiteren Schritt. Der Projektpartner steht fest. In einer nichtöffentlichen Sitzung entschied sich der Stadtrat am Mittwochabend für die Fernwärme Niederrhein GmbH (FN) aus Dinslaken. Laut Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann hatte zuvor eine Arbeitsgruppe aus Politik und Verwaltung 45 verschiedene mögliche Partner angeschrieben und sich später dann für FN entschieden.

Ziel ist es ein Energieversorgungsnetz im Bereich der Bad Laaspher Kernstadt aufzubauen, das durch ein oder mehrere Blockheizkraftwerke mit Heizungswärme und Strom versorgt wird.

Wirtschaftlichkeit berechnen

Mit dem Grundkonzept hatte die Stadt Bad Laasphe am KWK-Modellkommune-Wettbewerb des NRW-Umweltministeriums teilgenommen und als eine von mehreren Siegerstädten gewonnen. Unter diesen werden künftig rund 20 Millionen Euro Fördergeld aufgeteilt. Die Höhe des Betrages ist jetzt auch abhängig von einem weiteren Konzept. Das soll Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sowie den langfristigen Nutzen für Bürger und Umwelt belegen. Anschließend, so Spillmann, werde eine Projektgesellschaft gegründet.

Im Ratssaal stellten sich Hans Büch (Prokurist der FN) und Christian Hibbeln (Leiter der Projektgruppe Bad Laasphe) vor. Büch, dessen Unternehmen inzwischen 600 000 Menschen mit Strom und Fernwärme versorgt, glaubt fest an das Projekt, weil mit der Brauerei Bosch, dem Gymnasium und der Treude & Metz GmbH bereits drei Ankerabnehmer Interesse bekundet haben. Auch dass sich laut Joachim Debus von der Stadt Bad Laasphe 40 Prozent der Haushalte in der Altstadt für einen Anschluss interessieren, reicht Büch. Seine Erfahrung zeige, dass weitere hinzu kommen, wenn erst einmal die ersten Anschlüsse gelegt sind. Wichtigste Aufgabe lauft Christian Hibbler sei es jetzt die „Gretchenfrage“ der Kosten für die Nutzer zu berechnen. Ziel ist es, langfristig günstiger zu sein als die individuelle, private Versorgung.

Ursprung in den Stadtwerken

Mit FN hat sich Bad Laasphe einen Partner gesucht, der seinen Ursprung in den Stadtwerken Dinslaken hat. Seit 1966 werden Haushalte mit Fernwärme versorgt. Weitere Standorte sind Moers, Dortmund und Hückelhoven. Der Schwerpunkt liegt im Betrieb von Blockheizkraftwerken und der Nutzung regenerativer Energieträger.