Einzelhandelskonzept vor Beschluss

Bad Laasphe..  Das „Einzelhandelskonzept für die Stadt Bad Laasphe“ – ein Entwurf vom November 2012 und damit nicht mehr ganz taufrisch – soll nun endlich im Bad Laaspher Rat beschlossen werden. Dieser Antrag von Klaus-Martin Achatzi (CDU) fand am Dienstagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Kultur eine breite Mehrheit. Darauf warte die Politik schon seit Jahren, hatte er zuvor in der Debatte zum Thema kritisiert. Eine Rolle spielt dabei auch das Neubau-Projekt Rewe-Markt an der Bahnhofstraße (B 62), das in der Sitzung ebenfalls vorgestellt wurde.

Mit der Realität nichts mehr zu tun

Das alte Konzept „hat doch überhaupt nichts mehr mit der Realität zu tun“, wetterte Achatzi in Richtung Bürgermeister. „Ich verstehe nicht, warum es jahrelang geheim gehalten worden ist.“ Planungssicherheit für Investoren biete es auf diese Weise jedenfalls nicht.

Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann argumentierte, dass der Ausschuss das Thema seinerzeit „nach hinten gestellt“ habe. Im Übrigen „muss man jetzt mit der Überarbeitung gucken“ – und womöglich auch eine veränderte Situation durch den neuen Rewe-Markt berücksichtigen. CDU-Mann Achatzi warnte allerdings davor, „das Konzept jetzt noch einmal für teures Geld aufzuarbeiten“. Am Grund-Tenor des Entwurfs werde „sich ja ohnehin nichts ändern“, meint er.

Das Rewe-Projekt gegenüber dem Bad Laaspher Bahnhof präsentierte für „Berge Bau“ aus Erndtebrück als Generalunternehmer Projektbetreuer Matthias Heß. Danach sollen schon in Kürze der jetzige Rewe-Markt, Baujahr 1973, sowie die übrigen Gebäude auf dem rund 13 300 Quadratmeter großen Gelände Neubauten weichen.

Im westlichen Teil des Areals entstehen nach den Plänen zwei Gebäude für einen neuen Takko-Modemarkt (530 qm), ein K+K-Schuhcenter (350 qm) und einen dritten Fachmarkt (450 qm) – in einem ersten Bauabschnitt. Der östliche Teil ist in einem zweiten Bauabschnitt für den neuen Rewe-Markt plus Getränke-Markt (rund 2600 qm) vorgesehen. Hinzu kommen zwischen den Gebäuden etwa 145 neue Parkplätze. Derzeit sind es nicht einmal halb soviele. Heß geht davon aus, dass sämtliche Gebäude bis Ende 2016 stehen.

Maßnahmen gegen Lärm durch die Anlieferung und durch Altglas-Container auf dem Gelände seien berücksichtigt, so Heß auf Nachfrage der Politiker.