Eine Region mit riesiger Fan-Gemeinde

Überhaupt scheint das Mittelalter in der Region eine große Fan-Gemeinde zu haben. „Im Umkreis von 100 Kilometern gibt es so viele Märkte und Lager, dass man gar nicht überall sein kann“, sagt Christopher Giustolisi vom Erndtebrücker „Clan der Verworrenen“. Aber auch bei den Hans-Hübner-Räuberabenden in der Ginsburg-Stube mischt der Clan gerne mit. Hier sorgen Mitglieder der Hilchenbacher Schlossberg-Raubritter, bewaffnet und in Rüstungen, fürs Ambiente – und einen unterhaltsamen Abend mit Trank, Schmaus und fröhlicher Musik.

Auf der „Strief“ kennengelernt

Klar dass auch Martin Beume alias Räuberhauptmann Hans Hübner mit von der Partie ist. Ebenso das Pächter-Paar Bülow als Leibköchin Claudia und Mundschenk Jörg. „Ich hatte davon aus der Zeitung erfahren“, sagt Clan-Mitglied Ingo Maletschek – „und uns gleich mal mit acht Personen angemeldet.“

Schade, dass es den „Grünewalder Strief“ nicht mehr gebe, findet der Clan. Bis vor ein paar Jahren lud der „Wittgensteiner Tross“ immer im September auf die Ederwiese unterhalb der Jagdstuben Grünewald bei Aue zu dieser Zeitreise ins Mittelalter ein. Gezeigt wurde, wie Menschen vor etwa 700 Jahren gelebt, gearbeitet, gekämpft und gefeiert haben. Hier haben sich übrigens auch Anke und Thomas Wollenberg kennengelernt. Gemeinsame Leidenschaft – das schweißt eben oft ein bisschen mehr zusammen.