Ein Schlag ins Gesicht der sozial Engagierten

BLB Bunt. Sehr geehrter Herr Bald! Ihre Argumentation kann ich nicht verstehen! Das Wort „Politpropaganda“ aus Ihren letzten Leserbriefen zu dem Thema, neuerdings in Ihrem letzten Brief umgetauft in „Parolen“, haben Sie doch selbst mehrmals in die Welt gesetzt! Damals war ich schon sehr verwundert darüber, das sich ein Mensch wie Sie herausnehmen konnte, in Anbetracht der ständig wachsenden humanitären Flüchtlingsdramen das spontane Handeln unserer Kommunalpolitiker zu kritisieren beziehungsweise in Frage zu stellen. Die Hilfsorganisation Kommune besteht aus mehreren integrierten Institutionen, die hierzu gemeinsam alle an einem Strang ziehen, unterstützt durch viele ehrenamtliche Helfer.


Es ist doch ein Schlag ins Gesicht dieser Personen und Mitarbeiter, die in uneigennütziger Weise und mit sozialem Engagement Hilfe leisten, dass alles wiederholt von Ihnen in Frage gestellt wird! Ihre Fragestellung aus einem der letzten Leserbriefe, ob eine „Willkommenskultur“ mit dem Grundgesetz vereinbar ist oder die zuletzt gestellte Frage laut Leserbrief vom 2. Juni, wer die Kosten der Veranstaltung „BLB bunt“ trägt? Ihrer Ansicht nach die Allgemeinheit – das heißt: jeder einzelne Bürger. Das alles habe ich Ihnen in meinen Leserbriefen ebenfalls argumentativ beantwortet!


Unter diesem Aspekt sehe ich nicht meine Ausführung, sondern Ihre Antwort auf meinen letzten Leserbrief vom 27. Juni als eine zu dem Thema verfehlte, als verlassende Argumentation (Vorbei-Argumentation) an. Übrigens: Unter dem Begriff „Allgemeinheit“ sind alle Mitbürger mit all ihren Rechten und Pflichten, die hier zu Buche stehen, damit auch Sie und ich sowie alle anderen Bürger und auch die Hilfe suchenden Menschen gemeint.


Allem voran stehen meiner Meinung nach die solidarischen und sozialen Aspekte und Gesichtspunkte – mit den Verpflichtungen, die auf alle Schultern gleichermaßen zu verteilen sind! Nur so kann diese große Aufgabe bewältigt werden. Es gibt nur eine Erde (auf der wir wohnen!), eine Natur (die es gilt zu erhalten!) und nur eine Menschheit (egal, von welcher Nationalität oder Hautfarbe!). In diesem Sinne sollten Sie mal Ihre nationale Denkweise in den Hintergrund stellen, Herr Bald!


Aus dem Inhalt Ihrer Leserbriefe kann ich kein einziges Argument erkennen, was dieser Sache dienlich wäre – immer wieder Kritik an der kommunalpolitischen Verantwortung sowie an einzelnen Personen wie dem Bürgermeister! Ihr Hinweis, dass es wohl Menschen gibt, die zu diesem Thema anonyme Telefonate führen, kann ich nicht nachvollziehen. Selbiges liegt mir persönlich mit Sicherheit fern!


Hartmut Althaus,
Schwarzenau