Ein Bindeglied zur Gemeinde

Hier geht’s lang zum neuen Betreuungsbüro auf dem Hachenberg. (v. l.) Oberstleutnant Andreas Springer, Oberstabsbootsmann Ulf-Jochen Kreck, Helga Trettin, Hauptgefreiter Sebastian Grüterich, Kathrin Hensen und Oberstleutnant Lars Hoffmann.
Hier geht’s lang zum neuen Betreuungsbüro auf dem Hachenberg. (v. l.) Oberstleutnant Andreas Springer, Oberstabsbootsmann Ulf-Jochen Kreck, Helga Trettin, Hauptgefreiter Sebastian Grüterich, Kathrin Hensen und Oberstleutnant Lars Hoffmann.
Foto: WP

Erndtebrück..  Ende Januar behandelte der Deutsche Bundestag in erster Lesung das „Gesetz zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr“. Dabei stellte Verteidigungsministerin von der Leyen die Eckpunkte des Gesetzentwurfes vor, der als zweite Säule der im letzten Jahr begonnenen Attraktivitätsoffensive der Bundeswehr gilt. Auch am Luftwaffenstandort Erndtebrück wurde im Februar ein weiteres Teilprojekt im Rahmen der Attraktivitätssteigerung umgesetzt und ein Betreuungsbüro eröffnet.

Ein erster Schritt

Oberstleutnant Lars Hoffmann, Standortältester Erndtebrück, betonte im Rahmen der Eröffnung: „Dies ist bereits ein erster Schritt in Richtung „Info-Punkt“, der künftig als Bindeglied zwischen Gemeinde und Garnison fungieren soll.“ In Zukunft soll es an jedem Standort der Bundeswehr einen solchen „Info-Punkt“ geben, an den sich Bundeswehrangehörige und deren Familien zentral wenden können, wenn sie neu am Standort sind.

Das gerade auf dem Hachenberg eröffnete Betreuungsbüro stellt eine zentrale Ansprechstelle für Aktivitäten in Freizeit und Dienst dar. Zum Beispiel können dort einfach und unkompliziert Bücher, Filme oder auch Mountainbikes ausgeliehen werden. Der regionale Bezug des Betreuungsbüros sorgt dabei für ein individuell auf den Luftwaffenstandort Erndtebrück zugeschnittenes, modernes und optimiertes Angebot. „Gerade vor dem Hintergrund, dass der eigentliche Lebensmittelpunkt unseres Personals oftmals mehrere hundert Kilometer entfernt liegt, ist es von enormer Wichtigkeit, den Soldaten und Bediensteten abwechslungsreiche Angebote für die dienstfreie Zeit bieten zu können“, erklärte Oberstleutnant Hoffmann.

Enge Kooperation

Die Umsetzung von konkreten Maßnahmen und die Gestaltung im Rahmen der Möglichkeiten im Sinne der Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ kann zumeist nur in den Verbänden vor Ort erfolgen. So auch in der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück. Im Zuge des Attraktivitätsgewinns wurde in Ergänzung zu den bereits im vergangenen Jahr umgesetzten Projekten ein weiteres Puzzleteil hinzugefügt.

Anlaufstelle für Soldaten

Oberstabsbootsmann Ulf-Jochen Kreck, zuständig für den Aufbau und nun auch für den Betrieb des Betreuungsbüros, betonte: „Es wäre toll, wenn es unserem Team gelingen würde, mit dem Betreuungsbüro eine reizvolle und interessante Anlaufstelle für unsere Soldaten und Bediensteten zu etablieren“. Bevor es den Marinesoldaten im letzten Jahr an die Eder verschlug, fuhr er 26 Jahre zur See. Am Luftwaffenstandort Erndtebrück freut er sich nun auf eine „wichtige, interessante und vielseitige Aufgabe“ auf dem Hachenberg, die zugleich „ungeahnte Möglichkeiten“ mit sich führt. „Wir mussten in der Vorbereitung viel Geduld mitbringen, wobei man hier in der Hachenberg-Kaserne und von der Gemeinde Erndtebrück viel freundliche Unterstützung und Hilfe erfährt“.

Gemeint ist damit sicher auch Helga Trettin, in der Gemeinde Erndtebrück zuständig für Touristik und Öffentlichkeitsarbeit, die es sich nicht nehmen ließ, selbst zur Inbetriebnahme zu kommen. „Wir haben früher schon gut mit der damaligen Stabskompanie zusammengearbeitet und hoffen nun mit dem neuen Betreuungsbüro auf noch engere Kooperation“, betonte Trettin.

Die Tourismuschefin sieht sich auch als mögliche Schnittstelle zu Vereinen und zum Wohnungsmarkt. Zur Eröffnung hatte sie dann auch gleich weitere Wohnungsangebote für die Soldaten und deren Familien im Gepäck.