Dörfer sollen von Anbau profitieren

Architekt Udo Weber mit Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Kirchbaumeister Kurt Grauel sowie Pfarrer Dr. Ralf Kötter (vordere Reihe, von links) beim ersten Spatentisch. Es soll ein Zentrum der sieben Dörfer werden, so die Initiatoren.
Architekt Udo Weber mit Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Kirchbaumeister Kurt Grauel sowie Pfarrer Dr. Ralf Kötter (vordere Reihe, von links) beim ersten Spatentisch. Es soll ein Zentrum der sieben Dörfer werden, so die Initiatoren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Gemeindehaus Elsoff wird erweitert. Am Freitagnachmittag war dazu ganz offiziell erster Spatenstich mit den Akteuren vor Ort.

Elsoff..  Das evangelische Gemeindehaus mit seinen 360 Quadratmetern wird aktuell um rund 180 Quadratmeter erweitert. Bei der Errichtung des zweigeschossigen Anbaus fallen Kosten von insgesamt 360 000 Euro an. Das Richtfest möchte Udo Weber bereits in diesem Oktober feiern, so der Architekt am Freitagnachmittag vor dem ersten Spatenstich.

Noch wichtiger als die Zahlen ist den Machern natürlich die Intention des Vorhabens. Es wird nicht nur von der Lukasgemeinde forciert, auch die Eder-Elsoff-Initiative als Regionale-Projekt mit ihren sieben Orten sowie die Stadt Bad Berleburg sitzen mit im Boot. Schon deshalb war es Pfarrer Dr. Ralf Kötter wichtig zu betonen, dass es nicht um „Zen­tralisierung, sondern um die Konzentration in den Dörfern“ gehe. Seiner Einschätzung nach bleibe beim „Zentralisieren der Rand auf der Strecke“. Den Anbau bewertet Bürgermeister Bernd Fuhrmann schon jetzt als Modellprojekt für „Meine Heimat 2020“ und als beispielhaft in den Regierungsbezirken, denn der Vorteil liegt für den Verwaltungschef klar auf der Hand: „Es ist das gemeinsame Nutzen der Gebäudestrukturen“, freut sich Fuhrmann.

Herzstück ist Gymnastikraum

Das gesamte Objekt kann nach der Fertigstellung nun ganz anders genutzt werden. Der Gemeindesaal wird vergrößert, kann aber unterteilt werden. Herzstück des Anbaus wird eine Art Gymnastikraum sein, der allerdings auch für ganz andere Aktivitäten genutzt werden kann. „Multifunktional“ heißt das Zauberwort.

Sieben Räume stehen zur Verfügung

Insgesamt werden laut Dr. Kötter sieben Räume zur Verfügung stehen – plus Küche. Das passt ja, denn: Der Pfarrer sieht das Gebäude als ein Zentrum für die sieben beteiligten Dörfer. Mit dabei ist auch Alertshausen und somit auch Ortsvorsteher Georg Freitag. Er sieht das Projekt als einen „weiteren Schritt der Vernetzung“. Ein wichtiges Angebot auch in Zeichen des demografischen Wandels ist beispielsweise die Über-Mittag-Betreuung der Grundschüler. Vereinsmitglieder sind ebenfalls gern gesehene Gäste – und die Kirchenmitglieder natürlich auch.

Eines ist den Beteiligten wichtig: „Die Ausschreibung für den Rohbau läuft, viel Eigenleistung wird aber ebenfalls eingebracht“, rechnet Udo Weber mit reichlich Unterstützung. Schließlich sollen die Kosten im Rahmen bleiben.