Die verschiedenen Jahreszeiten hautnah erleben

Der Waldkindergarten ist nun offiziell eröffnet.
Der Waldkindergarten ist nun offiziell eröffnet.
Foto: WP

Wemlighausen..  Der erste Waldkindergarten auf Berleburger Terrain ist am Dienstagnachmittag im Beisein von Pfarrerin Claudia Latzel-Binder, Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Eltern und Sponsoren nun auch offiziell seiner Bestimmung übergeben worden.

Die wohl noch ungewöhnliche Einrichtung, Herzstück ist ein ausrangierter Bauwagen, befindet sich auf der Wemlighäuser Höhe in Nähe des Freizeitzentrums, deshalb durften auf der kleinen Feierstunde auch die Gastgeber, Klaus Aderhold, Maike Schröder und zwei Lamas nicht fehlen. Seit August besteht die neue Außenstelle der Kindertagesstätte Senfkorn, und seit dieser Zeit begeben sich fast täglich acht Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Imke Bald und Inge Brüggemann mitten in die Natur, so Leiterin Ute Gatzemeier.

„Jeden Tag gibt es im Wald immer wieder Neues zu entdecken.“ Laut Gatzemeier hat der Waldkindergarten aber noch mehrere Vorteile. „Die Mädchen und Jungen können die Wechsel der verschiedenen Jahreszeiten hautnah erleben, und der Himmel wird zum Dach.“ Trotzdem muss aber niemand nass werden. Ein Segeltuch bietet Unterschlupf, und der Bauwagen ist ja auch noch da.

Bei Sturm, Orkan oder tiefen Minusgraden bleiben die Kinder ganz einfach in der Kita an der Hochstraße. Neben Gerold Wagener vom Kreis Siegen-Wittgenstein zollte auch Bernd Fuhrmann der Innovation großes Lob: „Wenn nicht hier, wo dann? Wir leben schließlich im waldreichsten Kreis Deutschlands“, so Berleburgs Verwaltungschef, der auch den Einsatz der ev. Kirchengemeinde hervorhob. Sie ist schließlich Träger der Kindertagesstätte. Pfarrerin Latzel-Binder sprach sogar von einem Traum, der für die Kinder jetzt wahr geworden ist. Sie haben über das ganze Jahr stets viel zu entdecken.

Gelebte Nachbarschaft demonstrierte abschließend Klaus Aderhold vom Freizeitzentrum. Er verteilte selbst gebackene Kekse. Noch jemand zeigte sich großzügig – Christian Womelsdorf. Er spendierte für alle Kinder Süßigkeiten und jeweils einen echten Meißel aus Stahl. Unklar blieb, ob die Mädchen und Jungen damit gegebenenfalls den gefrorenen Waldboden aufbrechen sollen – oder hat er am Dienstag schon einmal Nachwuchswerbung für seine Gartenbaufirma betrieben ?

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