Die USA können von Deutschland lernen

Volker Schüttenhelm (DAG), Peter Breuer (BSW), Otto Marburger (DAG)Thomas Beitzel (BSW), Ulf Pöppel (BSW), Generalkonsul Stephan A. Hubler und Axel Theuer (DAG) stellen sich vor der Zentrale des Berleburger Schaumstoffwerkes zum Bild.
Volker Schüttenhelm (DAG), Peter Breuer (BSW), Otto Marburger (DAG)Thomas Beitzel (BSW), Ulf Pöppel (BSW), Generalkonsul Stephan A. Hubler und Axel Theuer (DAG) stellen sich vor der Zentrale des Berleburger Schaumstoffwerkes zum Bild.
Foto: WP

Bad Berleburg..  Das sind Worte, die man in Bad Berleburg und dem Kreis Siegen-Wittgenstein gern hört: „Die Region Siegen ist äußerst wichtig für uns“, sagt der amerikanische Generalkonsul Stephen A. Hubler am Rande eines Firmenbesuchs vor der Verwaltung des Berleburger Schaumstoffwerks.

Das klingt erst einmal nach Nettigkeit eines Gastes. Aber Hubler kommt viel herum in Deutschland und hat auch Südwestfalen und den Kreis Siegen-Wittgenstein immer wieder besucht, um die wirtschaftlichen Beziehung zu dieser Region und ihrem erfolgreichen Mittelstand zu pflegen. „Wir machen das, so oft wir können und heute haben wir uns zwei der Hidden Champions angeschaut.“ Mit diesen Meistern im Verborgenen meint Hubler den Maschinenbauer Dango & Dienenthal und das Berleburger Schaumstoffwerk. Hubler schätzt die „äußerst positive Entwicklung und die innovativen Produkte“ der Unternehmen.

Der US-Generalkonsul ist aber nicht nur gekommen, um zu loben. Er hat sich auch angehört, welche Probleme es gibt. So war in den Gesprächen mit der Geschäftsführung des Schaumstoffwerkes auch das Exportgeschäft der Deutschen ein Thema. Über das hierzulande umstrittene Freihandelsabkommen TTIP, dass die Senkung von Handelshemmnissen zum Ziel hat, wurde gesprochen. „Wir wollen den Handel vereinfachen und möchten die Zölle auf einen Nulltarif senken“, sagt Stephen Hubler über die Idealvorstellungen der US-Regierung. Der Berufsdiplomat geht aber nicht weiter ins Detail.

Offener antwortet der mit einer Deutschen aus Fulda verheiratete Amerikaner auf die Frage nach dem, was die US-Wirtschaft von den Deutschen lernen könne: „Wie wertvoll das duale Ausbildungssystem ist.“ Von deutschen Mittelständlern wie BSW, die übrigens auch auch eine Produktionsstätte in Lebanon im US-Bundesstaat Pensylvania unterhalten, und genauso auch von Großkonzernen wie BMW oder VW erhofft sich Hubler Anstöße, wie man die gewerbliche Ausbildung in den USA verbessern kann. „Wir brauchen nicht nur Menschen mit Hochschulabschluss“, um auch künftig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, lautet seine Erkenntnis. Der hochrangige Meinungsaustausch kam durch die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegen-Wittgenstein (DAG) zustande.