Die Sicherheit Westdeutschlands liegt in neuen Händen

Mit großem militärischem Zeremoniell vor der versammelten Garnison würdigte der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2,  Oberstleutnant Lars Hoffmann, seinen scheidenden Stellvertreter, Andreas Springer,  der neben seiner Aufgabe als Führer der Einsatzgruppe auch noch Kasernenkommandant gewesen ist.
Mit großem militärischem Zeremoniell vor der versammelten Garnison würdigte der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, seinen scheidenden Stellvertreter, Andreas Springer, der neben seiner Aufgabe als Führer der Einsatzgruppe auch noch Kasernenkommandant gewesen ist.
Foto: Lars-Peter Dickel

Erndtebrück..  Es sind gleich zwei Dinge, an die sich die Soldaten der Erndtebrücker Hachenbergkaserne erinnern werden – Dinge, die diesen Führungswechsel besonders gemacht haben. Erstmals erhielt in der Luftwaffengarnison eine Einsatzgruppe in Batallionsstärke eine neue Führung. Das zeigt, wie stark der Verband mit Sitz in Wittgenstein an militärischer Bedeutung gewonnen hat. Und es war ein sehr emotionaler Abschied, von einer Person, die den Hachenberg in den vergangenen zweieinhalb Jahren mitgeprägt hat: Oberstleutnant Andreas Springer.

Abschied von der Truppe fällt schwer

Mit großem militärischem Zeremoniell vor der versammelten Garnison würdigte der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, seinen scheidenden Stellvertreter, der neben seiner Aufgabe als Führer der Einsatzgruppe auch noch Kasernenkommandant gewesen ist. Darüber hinaus war Springer auch fast ein Jahr lang de facto Kommandeur des Einsatzbereiches 2 als sein Vorgesetzter Oberst Martin Krüger in Afghanistan im

Einsatz war und als dessen Nachfolger Oberstleutnant Hoffmann seinen Dienst noch nicht angetreten hatte. „Oberstleutnant Springer hat nicht nur deswegen den Verband entscheidend geprägt, keiner kennt sich im Verband in voller Breite so gut aus wie er“, lobte Hoffmann seinen Stellvertreter, in dem er auch einen Freund gefunden habe. „Ich habe selten so einen kompletten Offizier getroffen wie Dich. Du gehörst einfach vor die Truppe.“

Springer gab den Dank zurück und nannte seine Abberufung auf den Posten eines Personalführers der Offiziere im Einsatzführungsdienst ins Personalamt der Bundeswehr auch „unerhört plötzlich“. „Ich fühle mich wie mitten aus dem Leben aus der Truppe gerissen. Ich kann meinem Nachfolger leider kein geordnetes Büro aber eine sehr geordnete Einsatzgruppe übergeben“, scherzte Springer dennoch.

Seinen Dienstposten in Erndtebrück pries der scheidende Offizier als „traumhaft“ an, weil er sich mit einer Themenvielfalt beschäftigen konnte, wie er sie bisher in seiner Laufbahn nicht erlebt habe.

In Springers Zeit am Hachenberg fielen wichtige Weichenstellungen, so wuchs das Mutterhaus des Radarführungsdienstes auf gut 1000 Soldaten und zusätzlich 350 Lehrgangsteilnehmer jährlich auf. Dem Leiter der Einsatzgruppe unterstehen dabei der Radargefechtsstand, die Einsatzführungsstaffel sowie die Einsatzunterstützungsstaffel mit ihren zehn Abgesetzten Technischen Zügen, die Großraumradargeräte von der Nordesse bis zur österreichischen Grenze betreiben. Der Kommandeur Lars Hoffmann nennt es: „Die Verantwortung für die Luftraumüberwachung über ganz Westdeutschland.“ Und die liegt ab sofort in den Händen von Oberstleutnant Jörg Wagener.