Die Schützenjacke von Vagn Hansen trägt zum Fest jetzt Kent Johansen

Bad Berleburg..  Er war wohl der renommierteste Pressefotograf in Dänemark. In Deutschland würde man Vagn Hansen als einen Haudegen bezeichnen, kaum ein Krisenland hat er nicht bereist. Bis zu seinem Tod im Jahr 2014 war der Kopenhagener das älteste Ehrenmitglied im Berleburger Schützenverein.

Kleidungsstück lebt weiter

Seine grüne Schützenjacke lebt aber weiter, und diese Geschichte erzählt jetzt Kent Johansen: „Ich habe vor zwei Jahren den Gästepreis des Fredensborg Rings geschossen, allerdings nicht in Uniform. Danach habe ich mich mit Vagn unterhalten, und dann hat er mir seine grüne Schützenjacke geschenkt.“ Es muss wohl eine Vorahnung gewesen sein. Kent erinnert sich noch sehr gut an diesen Satz: „Du kannst die Jacke haben, ich komme nicht mehr nach Berleburg.“ Er hat seinen Tod wohl geahnt.

Das gute Stück besitzt auch weiterhin eine ganz besondere individuelle Note – die Jacke riecht nach Zigarrenrauch. Auf so gut wie allen Fotos ist der Journalist mit einer dicken Zigarre zu sehen, Hansen hat sogar im Swimmingpool gequalmt, weiß Kent zu berichten, der übrigens aus Helsingör stammt, in Berleburgs Partnerstadt Einsatzleiter der „Firebrigade“, der Feuerwehr ist, und dort gehört er auch dem Berleburg Klubben an. Zurück zum Starfotografen, der sich oft mit Prinzessin Benedikte und Prinz Richard unterhalten hat.

Erfahrungen mit Deutschen

Seine ersten Erfahrungen mit Deutschen waren leider nicht so angenehm. Während der Besetzung Dänemarks durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg landet er im Gefängnis. Er dürfte dann wohl einer der wenigen Fotografen gewesen sein, denen es gelungen ist, in einem Gestapo-Kerker zu fotografieren, und die Bilder dann noch heraus zu schmuggeln. Wie gesagt, er war ein echter Haudegen.