Die letzte Ausstellung

Dödesberg..  Angelika Kreutter lädt zur Abschiedsausstellung in das Stammhaus der Familie Kreutter am Dödesberg ein. 150 Jahre ist das älteste der Gebäude jetzt alt. In späteren Jahrzehnten folgte der Bau eines Backhauses und eines Ateliers. Ihr Vater Wolfgang Kreutter war maßgeblicher Künstler auf diesem Anwesen. Nun will es Tochter Angelika, die es derzeit bewohnt, veräußern: „Es gibt einige ernsthafte Interessenten, das hat sich in den vergangenen Monaten herauskristallisiert.“

Interessenten für Immobilie

Dennoch weiß Angelika Kreutter auch: So ein Immobilienverkauf kann sehr zäh sein. „Ich schwebe eigentlich noch so ein wenig, möchte gern, dass es schnell über die Bühne geht mit dem Verkauf.“ Die 64-jährige Kunsttherapeutin und Grafikdesignerin hat schon Pläne im Hinterkopf, wie sie beruflich weiter verfahren möchte – natürlich sehr gern im alten Beruf und vielleicht auch an der alten Wirkungsstätte. Beinahe die ganze Familie lebt im Raum Köln, da möchte sie hin. Bruder Thomas wird dann als Einziger der Geschwister in Wittgenstein, genauer in Bad Laasphe, weiterhin mit seiner Familie leben.

„Es gibt auch einen sehr ernsthaften Interessenten, der auch die benachbarte Brandruine des Gasthofes am Dödesberg erwerben möchte, allerdings nicht als Wohnhaus, sondern als Grundstücksimmobilie. Es wird jedoch kein künstlerisch tätiger Mensch sein, wenn dieser Verkauf klappt. Ich bin trotz allem Hin und Her, das so ein Verkauf ja mit sich bringt, sehr zuversichtlich. Bürgermeister Bernd Fuhrmann hat mir in diesen Belangen Unterstützung zugesichert“, freut sich Angelika Kreutter.

Bei der Ausstellung, die von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, mit Werken von Wolfgang Kreutter und Ludwig Florin, dem Großvater Angelika Kreutters, zu sehen ist, wird den Auftakt der ehemalige Landrat Paul Breuer um 17 Uhr am Freitag geben. Auch Kreiskulturdezernent Wolfgang Suttner will im Anschluss dabei sein – eine besondere Freude für Angelika Kreutter und ihre Familie.

Ein Stück Wehmut

Es ist sicher ein Stück Wehmut dabei, denn liebgewonnene Exponate können und werden wohl auch den oder die Besitzer wechseln. Mit ihnen geht auch ein Stück Familiengeschichte. Doch für Angelika Kreutter beginnt auch ein neuer Lebensabschnitt, den die kunstbeflissene Wittgensteinerin mit viel Optimismus und Tatkraft angehen will.